27. September 2018, 08:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnungssuche: So schützt man sich vor Betrug im Internet

Bezahlbarer Wohnraum ist ein knappes Gut in deutschen Großstädten. Wo Massenbesichtigungen und steigende Mieten an der Tagesordnung sind, erscheint Wohnungssuchenden ein günstiges Angebot auf einer Internetplattform wie ein Sechser im Lotto. Aber Vorsicht: So manches Schnäppchen stellt sich als Betrug heraus. Worauf Wohnungssuchende achten sollten, um nicht auf betrügerische Angebote hereinzufallen, und was im Schadensfall zu tun ist, weiß Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH.

Bausparen Online Shutterstock 172326218-Kopie-2 in Wohnungssuche: So schützt man sich vor Betrug im Internet

Auch bei Wohnungsangeboten auf Internetplattform können Betrugsgefahren lauern.

Laut einer Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2018 fehlen in den 77 deutschen Großstädten etwa 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen. Da klingen Angebote wie “Dreizimmerwohnung Altbau, renoviert, Balkon, beste Lage, 1.000 Euro warm” sehr verlockend. Aber: “Trotz der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt sollten Wohnungssuchende alle Inserate mit einer gesunden Portion Skepsis prüfen”, rät Michaela Rassat.

Denn: Es kommt immer häufiger vor, dass angebliche Vermieter vor Mietvertragsabschluss und ohne Besichtigung Zahlungen verlangen – für eine Wohnung, die es gar nicht gibt, oder die ihnen nicht gehört. Als erste Orientierungshilfe kann der aktuelle Mietspiegel dienen. Diesen finden Interessenten meist auf der Internetseite ihrer Gemeinde.

Hinweise auf eine gefälschte Anzeige

“Liegt die Miete des Angebots weit unter dem dort angegebenen Durchschnitt, sollten Suchende stutzig werden – auch wenn das Angebot mit Hochglanzbildern der Wohnung versehen ist”, warnt die D.A.S.-Expertin. Weitere Hinweise auf eine gefälschte Anzeige können fehlende Angaben beispielsweise zur Kaltmiete, zum Energieausweis sowie einem konkreten Ansprechpartner sein. Oftmals gibt es auch die Adresse der angeblichen Wohnung nicht. Die Expertin rät daher, die Straße über eine Suchmaschine zu checken und gegebenenfalls auch die Fotos per Bildersuche zu prüfen. Sind die gleichen Fotos noch in anderen Wohnungsanzeigen zu finden, ist das ein Indiz für Betrug. Mit Außenaufnahmen lässt sich auch der Standort des Hauses überprüfen.

Seite zwei: Wie der Betrug abläuft

Weiter lesen: 1 2 3

2 Kommentare

  1. sehr gut

    Kommentar von Quang Nguyen chi — 30. September 2018 @ 09:54

  2. Betrug bei Wohnungssuche

    Kommentar von Quang Nguyen chi — 30. September 2018 @ 09:54

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Janitos mit BiPRO-Award 2019 ausgezeichnet

Einmal jährlich trifft sich die Interessensgemeinschaft des Brancheninstituts für Prozessoptimierung (BiPRO), um sich über die aktuellen Entwicklungen der Branche auszutauschen. Im Rahmen dieser unter dem Namen BiPRO-Tag bekannten Veranstaltung wird von der Organisation BiPRO e.V. in regelmäßigen Abständen eine Auszeichnung vergeben.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsnot: Städte- und Gemeindebund beklagt 20 000 Bauvorschriften

Der Städte- und Gemeindebund sieht zu viele und zu strenge Vorschriften als eine Ursache dafür, dass in Großstädten zu wenige Wohnungen gebaut werden. “Der Abbau überflüssiger Standards und der rund 20 000 Baunormen ist dringend erforderlich”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

mehr ...

Investmentfonds

“Das nächste Google”: Wie StartMark die Branche angreifen will

Startschuss für StartMark: Der Wertpapierprospekt des Startup-Finanzierers aus Düsseldorf für ein in Deutschland in dieser Form bislang einmaliges “Security Token Offering” hat erfolgreich die Wertpapierprüfung der Finanzaufsicht BaFin durchlaufen. Schon ab 100 Euro können Anleger in ein Portfolio von Startup-Unternehmen investieren und daran partizipieren, wenn vielleicht auch das „nächste Google” dabei ist. Die Anleger-Rendite soll bei 10 bis 20 Prozent p.a. liegen.

mehr ...

Berater

Blockchain: Bundesbürger vertrauen neuer Technologie

Für die Mehrheit der Deutschen überwiegen positive Aspekte beim Einsatz der Blockchain-Technologie im Finanzsektor. Das ist das zentrale Ergebnis einer Online-Umfrage des Hamburger Fintechs Exporo zum Thema “Blockchain-Technologie: Revolutionäre Innovation oder Albtraum im Finanzsektor?” zu der im Juli diesen Jahres mehr als 1.000 Bundesbürger befragt wurden. 

mehr ...

Sachwertanlagen

CH2 platziert erfolgreich erste Aves-Anleihe

Große Nachfrage verzeichnete in den vergangenen Wochen die Anleihe „Aves Transport 1“. Es handelt sich um die erste Anleihe des börsennotierten Konzerns Aves One, die mit einem Kupon von 5,25 Prozent ausgestattet ist und eine fünfjährige Laufzeit hat.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...