7. Mai 2019, 12:08
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Baufinanzierung 2007 vs. 2017: Ist der Kauf heute schwieriger?

Dass der Gesamtkapitaleinsatz für eine Immobilie – also Eigenkapital plus Darlehenssumme plus Zinsen – nicht in gleichem Maße gestiegen sei wie der Immobilienpreis, liege am gesunkenen Zinssatz.

Die Beispielrechnung zeige, dass dieser die Zinszahlungen überall deutlich reduziert: Gegenüber 2007 kosten die Zinsen zehn Jahre später 31 bis 45 Prozent weniger. In Frankfurt betrage die gesparte Differenz 60.000 Euro, auf einen ähnlichen Betrag kommen auch München und Düsseldorf.

Prozentual gesehen ergibt sich die größte Zinsleistungs-Differenz für Dortmund: Bei einem Kaufpreis von rund 238.000 Euro wurden bei einer 20-jährigen Volltilgung 2007 circa 114.000 Euro für Zinsen fällig – fast 50 Prozent des Kaufpreises.

Im Jahr 2017 belaufen sich die Zinsleistungen bei einem Kaufpreis von 309.000 Euro auf lediglich 62.000 Euro, also 45 Prozent weniger, beziehungsweise nur noch 20 Prozent des Kaufpreises.

Viele Möglichkeiten – trotz hoher Preise

Laut Michael Neumann ließen sich viele Interessenten von den hohen Preisen abschrecken, bezögen die niedrigen Bauzinsen aber nicht in die Überlegung mit ein.

Er empfiehlt, sich eine Immobilienfinanzierung unverbindlich durchrechnen zu lassen: “Viele sind überrascht, wie viel sie sich dann doch leisten können – trotz der mitunter hohen Immobilienpreise”, so seine Erfahrung.

Mehr Eigenkapitaleinsatz als 2007

Auch wenn die gesunkenen Zinsen bei der Immobilienfinanzierung in 2017 die Zinskosten dämpfen: Die gestiegenen Immobilienpreise ziehen Dr. Klein zufolge höhere Erwerbsnebenkosten nach sich und damit höhere Gesamtkosten.

“Will man einen relevanten Anteil des Immobilienpreises aus eigenen Mitteln bestreiten, bedeutet das mehr Eigenkapitaleinsatz als noch vor zehn Jahren”, so Michael Neumann.

Seite vier: München bleibt Spitzenreiter

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