6. November 2019, 23:23
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Bauzinsen im Rekordtief, Zinsmarge der Banken auf Rekordhoch

Die Bauzinsen im Neugeschäft an private Haushalte sanken im September 2019 auf ein neues Rekordtief.

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Nur noch 1,34 Prozent effektive Zinsen pro Jahr vermeldete die Deutsche Bundesbank. Das sind neun Basispunkte weniger als im Vormonat und 75 Prozent weniger als noch im Januar 2003.

Auch die Zinsen für Anschlussfinanzierungen im Neugeschäft sanken im September 2019 auf einen neuen Tiefstand von 1,45 Prozent. Das sind acht Basispunkte weniger als im Vormonat und 35 Prozent weniger als Ende 2014.

Ebenfalls auf ein neues Rekordtief sanken die Baufinanzierungszinsen in den Staaten der Eurozone im September 2019. Mit 1,48 Prozent lagen sie 8 Basispunkte unter dem Wert aus dem Vormonat und sind seit Januar 2003 um 69 Prozent gesunken.

Ganz anders die Situation bei der Zinsmarge, die wir monatlich mittels folgender Formel überschlägig ermitteln:

Zinsmarge = Bauzinsen für neu abgeschlossene Wohnungsbaukredite an private Haushalte – Zinsen für Pfandbriefe mit derselben Restlaufzeit

Die Zinsmarge der Banken für neu abgeschlossene Baufinanzierungen mit bis zu zehn Jahren Zinsbindung lag im September 2019 mit 1,19 Prozentpunkten auf dem zweithöchsten Wert seit 2003 und nur leicht unter dem Rekordhoch von 1,79 Prozentpunkten, welches im August 2019 erreicht wurde.

Bei neu abgeschlossenen Baufinanzierungen mit fünf Jahren Zinsbindung lag die Zinsmarge im September 2019 bei 1,71 Prozentpunkten und damit nur geringfügig unter den 1,79 Prozentpunkten aus dem August, die ein Drei-Jahres-Hoch markierten.

Am höchsten war die Zinsmarge im September bei Baufinanzierungen mit maximal einem Jahr Zinsbindung. 2,28 Prozentpunkte standen hier zu Buche und damit sogar zwei Basispunkte mehr als noch im August 2019. Damit markierte sie zwar kein neues Hoch, zeigt aber dennoch eine Kontinuität, die Erzählungen von Ertragsproblemen der Banken in diesem Segment zumindest Lügen straft.

Foto: Shutterstock

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