Fünf Euro pro Quadratmeter sind keine Utopie

Wie sich die seit Jahren nach oben drehende Preisspirale auf den Immobilienmärkten stoppen lässt. Ein Kommentar von Ulrich Jehle, REA

Ulrich Jehle, REA

In nahezu allen Großstädten der Welt steigen die Mieten. Auch in Deutschland dreht sich die Preisspirale immer weiter nach oben.

Doch kann man wirklich nichts dagegen tun? Schließlich beteuern viele Politiker und Wohnungsbauunternehmen ja immer, dass die steigenden Preise eine unvermeidbare Folge von begrenztem Angebot und hoher Nachfrage seien.

Wien als Vorbild

Dass es auch anders geht, will die Regierung der Stadt Wien beweisen, die Ende 2018 eine neue Bauordnung beschlossen hat, um neuen, leistbaren Wohnraum zu schaffen und einen weiteren Anstieg der Grundstückspreise zu verhindern.

Die neue Bauordnung sieht dabei vor, dass zwei Drittel aller neuen Wohnungen, die künftig gebaut werden, in die Kategorie „geförderte Wohnnutzfläche“ fallen müssen.

Das bedeutet, dass die Miete hier nicht mehr als fünf Euro netto pro Quadratmeter betragen darf. Ausnahmen etwa für sehr wohlhabende Viertel gibt es dabei nicht.

Die neue Bauordnung für Wien ist somit ein gelungener Ansatz, den ständigen Preissteigerungen im Rahmen des Neubaus einen Riegel vorzuschieben.

Seite zwei: Gezielte Förderung von dauerhaft günstigem Wohnraum

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