11. Juni 2019, 08:43
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Greift Berliner Senatorin mit Retweet in den Aktiengeschäfte ein?

Elke Breitenbach, Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, hat am Wochenende mit einer Twitter-Nachricht den Unmut von Aktionärsschützern provoziert. Die Politikerin der Linken hatte einen Tweet des Journalisten Martin Kröger (“Neues Deutschland”) weiterverbreitet. Der hatte am Freitag den Kursverlauf der Deutsche-Wohnen-Aktie gezeigt, versehen mit dem Hinweis, dass deren Wert am Freitag erneut um mehr als sechs Prozent eingebrochen war. Als Grund für den Absturz gilt eine Warnung der US-Investmentbank Morgan Stanley, die auf die Nachricht reagierte, wonach Berlins Senat ein fünfjähriges Moratorium für Mietpreissteigerungen plant.

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Der Kurs der im Mdax gelisteten Deutsche Wohnen SE fiel vergangene Woche von 42,03 auf 35,81 Euro. Der Börsenwert schrumpfte innerhalb der fünf Tage um mehr als 2,2 Milliarden Euro, berichtet der “Tagesspiegel” in seiner heutigen Ausgabe. Am 18. Juni findet in Frankfurt die Hauptversammlung des Unternehmens statt.

Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger hinterfragt Handeln von Breitenbach

“Es ist eine Frechheit, dass eine Senatorin, deren Entscheidungen Einfluss auf ein Unternehmen hat, per Twitter in den Markt eingreift”, sagte Michael Kunert, von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) dem “Tagesspiegel”. Er wolle Breitenbach nicht unterstellen, dass sie hier Insiderhandel zum persönlichen Vorteil betrieben hat.

“Aber es ist eigentlich der klassische Fall, der eine Untersuchung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auslöst”, erklärte der Aktionärsschützer. In jedem Fall solle der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) Breitenbachs Verhalten öffentlich rügen.

Regina Kneiding, die Sprecherin von Breitenbachs Senatsverwaltung, teilte am Montag auf Anfrage des Tagesspiegels mit, dass es sich bei dem Account @ElkeBreitenbach um einen privaten Kommunikationskanal handele.

Mittlerweile melden sich auch Gegenstimmen zu Wort

Alexander Fischer, Staatssekretär für Arbeit und Soziales in Berlin, erklärte auf Twitter: 

 

Der ursprüngliche Artikel ist laut Fischer nicht mehr abrufbar. 

 

Foto: Shutterstock

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