16. Juli 2019, 13:30
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Immobilienkauf: Männer geben bis zu 100.000 Euro mehr aus als Frauen

Das Vorurteil hält sich hartnäckig: Frauen geben mehr Geld aus als Männer. Bei Taschen, Schuhen und Kosmetika mag das stimmen, beim Immobilienkauf sieht es anders aus. Wie die aktuelle Analyse von McMakler zeigt, bringen Männer deutschlandweit durchschnittlich 27.353 Euro mehr Geld für Immobilien auf als Frauen. Überraschend ist ein Blick auf die geschlechterspezifischen Unterschiede beim Immobilienkaufpreis der einzelnen Bundesländer. Von 444 Euro bis 112.195 Euro Preisunterschied ist alles vertreten.

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Kein Geheimnis: Hamburg, Bayern und Berlin rufen durchschnittlich die höchsten Immobilienpreise in Deutschland auf. Männliche Käufer zahlen durchschnittlich 428.333 Euro, 410.321 Euro beziehungsweise 263.415 Euro für Eigentum, gefolgt von Bremen mit 253.00 Euro. Doch was investieren Frauen? Immerhin satte 112.195 Euro beziehungsweise 108.286 Euro weniger geben Hamburgerinnen beziehungsweise Bremerinnen für eine Immobilie aus als ihr männliches Pendant.

“Männer sind risikobereiter”

Die Bayerinnen erwerben im Schnitt 81.741 Euro günstigere Immobilien als die Herren des Freistaates mit weiß-blauer Rautenflagge. Damit belegt Bayern den dritten Platz im Ranking zu den geschlechterspezifischen Unterschieden beim Immobilienkaufpreis.

„Eines ist klar: Männer kaufen teurere Immobilien als Frauen. Sie sind risikobereiter und greifen für Immobilieneigentum oftmals tiefer in die Tasche. Wir beobachten aber auch, dass die typische Rollenverteilung immer mehr aufweicht. Das zeigen Bundesländer, wie Berlin oder das Saarland, wo Männer circa 15.884 Euro beziehungsweise nur 444 Euro mehr ausgeben als Frauen. Im Vergleich zu Hamburg ist der Preisunterschied allein in Berlin sieben Mal kleiner“, sagt Hanno Heintzenberg, Gründer und Geschäftsführer von McMakler.

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Am günstigsten lässt sich Eigentum in Sachsen, Saarland und Sachsen-Anhalt erwerben. Während ein Saarländer mit 125.611 Euro durchschnittlich nur 444 Euro mehr für Eigentum ausgibt als eine Saarländerin, investieren Männer in Sachsen und Sachsen-Anhalt immerhin 27.861 Euro und 29.067 Euro mehr in ein Haus oder eine Eigentumswohnung als ihre Landsmänninnen. Die geben durchschnittlich 102.224 Euro und 77.266 Euro.

Ähnlich ist der Preisunterschied zwischen Mann und Frau in Brandenburg mit 27.644 Euro, wo Männer 198.727 Euro ausgeben. Hessen folgt mit 17.270 Euro Differenz und einer durchschnittlichen Investitionssumme von 215.802 Euro bei männlichen Immobilienkäufern. Damit liegen diese beiden Bundesländer noch vor der deutschen Hauptstadt im Geschlechter-Ranking.

Durchschnittliche Immobilienpreise in Baden-Württemberg hat die niedrigste Differenz zwischen Geschlechtern

Bei den Preisunterschieden zwischen Mann und Frau beim Immobilienkauf landet Mecklenburg-Vorpommern mit satten 50.217 Euro auf dem vierten Platz, obwohl deren Immobilienpreise im Bundesländer-Vergleich nicht zu den Spitzenreitern gehören. Sie liegen mit 205.217 Euro bei den männlichen Käufern und mit 155.000 Euro bei den Käuferinnen eher im unteren Mittelfeld. Auf dem fünften Platz rangiert Nordrhein-Westfalen. Hier investieren Frauen durchschnittlich 31.349 Euro weniger in Immobilien als Männer, die 213.016 Euro ausgeben.

Auffällig ist auch, dass die durchschnittlichen Immobilienpreise in Baden-Württemberg im oberen Preissegment liegen, während die analysierte Differenz zwischen den Geschlechtern nur bei 6.597 Euro liegt. Demnach geben Männer mit 229.745 Euro und Frauen mit 223.148 Euro eine annähernd ähnliche Summe für Immobilien aus.

Einsames Schlusslicht Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz stecken Männer mit durchschnittlich 196.800 Euro und Frauen mit 195.594 Euro annähernd gleich viel Geld ins neue Heim. Die Differenz liegt bei nur 1.206 Euro. Zu den drei Schlusslichtern im Differenz-Ranking gehört auch Niedersachsen mit 4.538 Euro Preisunterschied. Hier kaufen die Herren für 166.595 Euro Immobilien, die Damen für durchschnittlich 162.057 Euro.

Die Datenerhebung von McMakler basiert auf einer Auswertung der hauseigenen Käuferdatenbank anhand registrierter Kaufinteressenten und deren Verkaufsabschlüsse. Da eventuelle Familienstände oder die Möglichkeit einer Käufergemeinschaft außer Acht gelassen werden, ist die Auswertung keine Grundlage für eine exakte Berechnung, sondern dient als Orientierung.

 

Foto: McMakler

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