27. November 2019, 11:14
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Immobilienpreise in Rhein-Ruhr steigen weiter

Schon vor einigen Jahren haben viele Experten angesichts der Immobilienpreise die Köpfe geschüttelt mit der Frage: Wo soll das noch hingehen? Die Antwort ist nach wie vor: weiter nach oben. In allen westlichen Metropolregionen verteuert sich Wohneigentum auch im dritten Quartal 2019.

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Köln verzeichnet  Rekordnachfrage.

Köln: Rekordnachfrage in sonst ruhigen Sommermonaten

André Hasberg, Spezialist für Baufinanzierung von Dr. Klein in Köln, blickt auf ein ausgesprochen turbulentes Quartal zurück: „Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage ist so extrem, dass Kaufverträge in Einzelfällen schon unterschrieben werden, bevor der Bau offiziell genehmigt ist. Im dritten Quartal haben wir das in Form eines Rekordquartals gemerkt: Diesen Sommer hat niemand in der gesamten Region ein urlaubsbedingtes Abflauen festgestellt.“ Ihm zufolge dauert es merklich länger, bis Kaufwillige ihre Immobilie finden: „Auffällig ist, dass mehr als ein Drittel derjenigen, die dieses Jahr eine Finanzierung abgeschlossen haben, ihre ersten Anfragen schon im letzten Jahr gestellt haben“, so André Hasberg. „Die passende Immobilie zu finden – und dann noch den Zuschlag zu erhalten – erfordert Durchhaltvermögen. Wer aber die Geduld aufbringt, freut sich über zurzeit günstige Zinsen.“

Der Preisindex zeigt, dass sowohl Ein- und Zweifamilienhäuser als auch Wohnungen knapp drei Prozent mehr kosten als im Vorquartal. Käufer nehmen vor allem für Wohnungen deutlich mehr Geld in die Hand als noch im Frühjahr: Der gemittelte tatsächlich gezahlte Quadratmeterpreis beträgt 3.258 Euro und damit rund 200 Euro mehr als im Vorquartal. Der Medianpreis für Häuser steigt um 12 Euro auf 2.550 Euro/qm.

Düsseldorf: Höchste Preissteigerung der Westmetropolen

Auch in der NRW-Hauptstadt sind besonders Wohnungen begehrt, mit entsprechender Auswirkung auf den Preis: Apartments verzeichnen ein Plus von 3,66 Prozent im Vergleich zum vorigen Quartal und plus 12,89 Prozent verglichen mit dem dritten Quartal 2018 – das sind die deutlichsten Steigerungen im Westen. Der Medianpreis übersteigt in Düsseldorf zum ersten Mal die 3.000-Euro-Marke (3.075 Euro/qm) und rückt damit immer dichter an Köln heran.

Für Häuser zahlen Düsseldorfer im Schnitt einen Quadratmeterpreis von 2.625 Euro – 46 Euro mehr als im zweiten Quartal. Laut Index verteuern sie sich um 2,37 bzw. um 7,62 Prozent zum Vor- und Vorjahresquartal. Das günstigste Haus wechselt im dritten Quartal für 600 Euro/qm den Besitzer, das teuerste für 10.000 Euro/qm – damit verschiebt sich die Preisspanne geringfügig nach unten.

Dortmund: Häuser teurer als Wohnungen

Traditionell ist Wohneigentum in der Ruhrmetropole etwas günstiger als in den Nachbarstädten am Rhein – allerdings steigen auch hier die Preise kontinuierlich weiter an: Immobilien verzeichnen einen Anstieg zwischen 0,96 Prozent (Häuser) und 2,54 Prozent (Wohnungen). Auch die Medianwerte ziehen an: Käufer lassen sich ihre Immobilie im Mittel über 50 Euro/qm mehr kosten als im Vorquartal.

Dortmund ist die einzige der im DTI untersuchten Metropolregionen, in der für Häuser tiefer in die Tasche gegriffen wird als für Wohnungen: Im Mittel beträgt die Differenz rund 500 Euro/qm. Das teuerste Haus wechselt im dritten Quartal für einen Quadratmeterpreis von 7.356 Euro den Besitzer (im vorigen Quartal betrug der Höchstpreis 6.011 Euro/qm), die neuen Eigentümer der teuersten Wohnung zahlten 4.349 Euro/qm (im Vorquartal waren es 3.544 Euro/qm).

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Die Attraktivität im Ruhrgebiet nimmt immer weiter Fahrt auf, aber die attraktiven Lagen haben mittlerweile ein ähnliches Niveau erreicht, sodass man es nicht verallgemeinern darf.

    Kommentar von Immokret — 29. November 2019 @ 13:29

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