Sozialwohnungen: Baugewerkschaft fordert sechs Milliarden Euro

Bund und Länder sollten aus Sicht der Baugewerkschaft IG BAU deutlich mehr Geld für neue Sozialwohnungen ausgeben. Das teilte der IG Bau-Vorsitzende Robert Feiger der Deutschen Presse-Agentur mit.

Hohe Mieten treiben immer mehr Menschen ins Umland der Metropolen. Diese würden ohne den Wohnungsmangel noch schneller wachsen.

„Mindestens sechs Milliarden Euro sind für den sozialen Wohnungsbau pro Jahr dringend notwendig“, so Feiger.

Es werde nur ein Drittel des tatsächlichen Bedarfs gebaut, ergab eine Studie, die die Gewerkschaft mit mehreren Verbänden beim „Wohnungsbautag“ an diesem Donnerstag in Berlin präsentieren will. Ein Bevölkerungsforscher warnte indes davor, Wohnungen an der falschen Stelle zu bauen.

In 138 der rund 400 Landkreise und kreisfreien Städte seien die Wohnungsmärkte angespannt, ergab die Untersuchung des privaten Forschungsinstituts Prognos.

Aktuelle Fördersumme reicht nicht aus

Auftraggeber ist ein Bündnis von Verbänden, deren Mitglieder profitieren, wenn mehr gebaut wird oder das Bauen erleichtert wird. Dazu zählen der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel und der Deutsche Mieterbund.

„Mindestens 80.000 neue Sozialmietwohnungen werden pro Jahr gebraucht“, sagte Feiger. „Mit der bisherigen Fördersumme von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr vom Bund ist der enorme Schwund, den es bei den Sozialmietwohnungen gibt, nicht aufzuhalten.“

Feiger vertrat die Auffassung, dass wegen der gestiegenen Mieten zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Großstädter theoretisch Anspruch auf eine Sozialwohnung hätten.

Seite zwei: „Enormer sozialer Sprengstoff“

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