7. Mai 2019, 11:49
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Der Sog Berlins: Wohnraummangel und Enteignungsphantasien

Die Initiative “Deutsche Wohnen & Co enteignen – Spekulation bekämpfen” möchte private Wohneigentümer mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin enteignen. Wie viele Unternehmen tatsächlich in den Fokus der Initiative geraten sind, ist derzeit aber noch unklar.

Ein Kommentar von Roman Heidrich, Senior Team Leader Valuation & Transaction Advisory JLL Berlin.

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Auch der Neubau kann die Wohnungsnot in Berlin nicht lindern.

Wesentlicher Auslöser der Initiative sind die stark gestiegenen Wohnungsmieten in Berlin in den letzten Jahren. Bestandsmieter werden mit immer höheren Mietpreisen konfrontiert – sei es durch Modernisierung oder auch durch Anpassungen an den Berliner Mietspiegel.

Für Neu-Berliner ist es darüber hinaus immer schwerer geworden, überhaupt eine Wohnung zur finden. Ein Umzug Richtung Hauptstadt? In Anbetracht der dramatischen Wohnraumverknappung fast ein Ding der Unmöglichkeit. Die Konsequenz? Eine deutliche Steigerung der Neuvertragsmieten.

 

Warum sind die Mieten so stark gestiegen?

Der Anstieg ist auf ein signifikantes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Berliner Wohnungsmarkt zurückzuführen. In den letzten 10 Jahren sind deutlich mehr Leute nach Berlin gezogen – durchschnittlich zwischen 30.000 und 40.000 pro Jahr – als neue Wohnungen gebaut wurden:

Seite 2: Warum neue Bauten das Problem nicht lösen

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2 Kommentare

  1. Hallo, kaum wird irgendwo die Bebauung von Freiflächen projektiert, bildet sich sofort eine Bürgerinitiative oder Nachbarschaftsbeirat und kämpft mit allen Mitteln gegen den geplanten Neubau. Die Leute, die dort kämpfen haben ja eine Wohnung.
    2004 hatte der rot-rote Senat (SPD-PDS) die 65.000 Wohnungen für 450.000.000 € verkauft (pro Wohnung 6900.- €) und will diese jetzt zurückholen (über Enteignungen – Vergesellschaftung) für 30.000.000.000 €. Wieder ein gutes Beispiel für linke Geschäftspolitik. Was kann man eigentlich von einer Partei halten, die etwas verkauft und dann nach 14 Jahren das Verkaufte enteignen will.

    Kommentar von Fred Ring — 9. Mai 2019 @ 10:29

  2. Solange die Berliner den Tempelhof als Park und Freifläche behalten wollen und jeglichen Neubau ablehnen, wie man hört, auch Nachverdichtungsprojekte, solange hält sich mein Mitleid in Grenzen. Die Berliner mögen sich mit anderen Hauptstädten vergleichen – da geht es ihnen noch Gold. Die Mieten sind nur dann erträglich, wenn es ein großes Angebot am Markt gibt.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 7. Mai 2019 @ 17:05

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