16. Dezember 2019, 13:00
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Von Sparrate bis Tilgungsbeitrag: Worauf Bausparer achten müssen

Damit Bausparer von ihrem Vertrag etwas haben, müssen Tarifvariante, Bausparsumme und Sparrate aufeinander abgestimmt sein. Worauf zu achten ist, erklären Experten von Finanztest.

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Stiftung Warentest hat sich mit den Bausparangeboten am Markt auseinandergesetzt. Das Ergebnis: Einmal die Note “gut”, viermal die Note “befriedigend”, neun “ausreichend” und drei “mangelhaft”.

Bausparsumme nicht zu hoch ansetzen

Die Höhe der Bausparsumme wird vertraglich vereinbart. Sie setzt sich aus einem Bauspardarlehen und der Summe zusammen, die in der Ansparphase zusammenkommt. In dieser Zeit zahlt der Verbraucher regelmäßige Sparraten ein.

Wenn das Mindestsparguthaben erreicht ist, wird der Vertrag zugeteilt, und der Bausparer erhält das angesparte Guthaben. Zusätzlich kann er ein Bauspardarlehen zum vereinbarten Zinssatz aufnehmen.

Soll das Geld später für einen Immobilienkauf verwendet werden, sollte die Bausparsumme in der Regel nicht höher als 40 Prozent des erwarteten Kaufpreises sein, rät die Stiftung Warentest. Ist sie zu hoch angesetzt, wird der Vertrag zu spät zuteilungsreif. Dann benötigen Sparer unter Umständen einen teuren Zwischenkredit. Bausparer sollten deshalb auf den Zeitpunkt der Zuteilung achten.

Rate für Tilgungsbeitrag maximal etwas über Sparrate wählen

Meist nehmen Bausparer nach der Zuteilung ein Darlehen auf. Dessen Monatsrate sollte maximal etwas über der Sparrate liegen, so die Empfehlung der Finanzexperten. Sonst stehe später zu wenig Geld für den Hauskauf zur Verfügung.

Vereinbarte Sparrate mit Regelsparbeitrag vergleichen

Je nach Tarif gibt es einen Regelsparbeitrag. Liegt die vereinbarte Sparrate über diesem Beitrag, kann die Bausparkasse sie als Sonderzahlung ablehnen. Dann dauert es länger als geplant, das nötige Guthaben anzusparen. Umgekehrt kann die Bausparkasse eine Nachzahlung fordern, wenn die Sparrate geringer ist als der Regelsparbeitrag – und sonst kündigen.

Bei Beratung skeptisch bleiben und Angebote rechnerisch genau prüfen

Bei der Beratung sollten Kunden skeptisch bleiben und die Angebote genau durchrechnen. Denn hier haben die Warentester schlechte Erfahrungen gemacht. Interessenten haben im Auftrag der Stiftung Warentest von Juni bis Oktober 2019 insgesamt 119 Testgespräche bei 16 Bausparkassen durchgeführt. In drei Vierteln der Fälle wich die von den Beratern vorgeschlagene monatliche Sparrate deutlich vom tariflichen Regelsparbeitrag ab.

Teilweise sollten Kunden zudem mehr als das Mindestguthaben einzahlen. Diese schlecht verzinsten Beiträge verringern in der Regel aber den Darlehensanspruch, kritisieren die Finanzexperten.

Dazu kommt: Bei jedem vierten Angebot wäre die Bausparsumme mindestens ein Jahr zu spät zugeteilt worden – im Extremfall sogar erst 15 Jahre nach dem geplanten Hauskauf.

Mit anderen Beratern waren die Tester dagegen zufrieden. Für Angebot und Beratung zusammengenommen verliehen sie jedoch nur einem Anbieter die Note „gut“. Vier bewerteten sie mit „befriedigend“, neun mit „ausreichend“ und drei mit „mangelhaft“.

Eine Bausparkasse bietet je nach Vertriebsweg andere Tarife und damit Beratungen an und wurde deshalb bei zwei verschiedenen Anbietern untersucht. (Quelle: IhreVorsorge)

 

Foto: Shutterstock

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