Wo Wohnen am Teuersten ist

Allerdings gibt es unter den untersuchten Städten auch solche, in denen Kaufkraft und Mieten auf einem Niveau unterhalb des Deutschlandschnitts liegen.

In Leipzig sind sowohl das verfügbare Einkommen als auch die Wohnkosten 13 Prozent darunter. In Essen liegt die Kaufkraft (-4 Prozent) sogar näher am Deutschlandmittel als die Mieten (-9 Prozent).

Deutschlands reichste Landkreise: Starnberg und Hochtaunus

Auch beim Blick auf die reichsten Landkreise Deutschlands zeigt sich, dass die Strahlkraft der Großstädte häufig bis ins Umland reicht. Die Landkreise mit dem höchsten verfügbaren Einkommen liegen allesamt in den Einzugsgebieten von München, Frankfurt oder Stuttgart.

Die Bewohner im reichsten Landkreis Starnberg haben zwar pro Kopf 43 Prozent mehr Kaufkraft als im Rest der Republik – für das Leben zwischen Alpen und München müssen sie aber eine um 79 Prozent höhere Miete bezahlen (13,60 Euro).

Im benachbarten Landkreis München sind die Mietpreise mit 14,50 Euro pro Quadratmeter sogar noch teurer und mit 91 Prozent fast doppelt so hoch wie im Deutschlandmittel. Die Kaufkraft liegt allerdings nur 37 Prozent darüber.

Der zweitreichste aller Landkreise liegt im Nordwesten Frankfurts – im Hochtaunuskreis ist das verfügbare Einkommen 38 Prozent höher als deutschlandweit.

Allerdings machen sich die teuren Preise der Bankenmetropole auch hier bemerkbar. Mietimmobilien werden inzwischen für 11,10 Euro pro Quadratmeter angeboten, was 46 Prozent mehr sind als im Bundesmittel.

 

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den untersuchten 13 Stadtkreisen über 500.000 Einwohnern und den Landkreisen mit der höchsten Kaufkraft waren 220.000 Mietwohnungen und -häuser, die 2018 auf immowelt.de inseriert wurden.

Dabei wurden ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider.

Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Die Vergleichsdaten zur Kaufkraft 2019 pro Einwohner stammen aus einer am 13. Dezember 2018 veröffentlichten Pressemitteilung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

 

Foto: Shutterstock

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