Wohneigentum: Nürnbergs Umland ist mitunter teurer als die Frankenmetropole

Wer in Franken Wohneigentum erwerben möchte, der muss mitunter tief in die Tasche greifen. Neben dem als kleines München bekannten Würzburg ist auch Nürnberg ein teures Pflaster. Wo es günstig wird.

Wer in Nürnberg ein Haus kaufen möchte, muss inzwischen mit mehr als einer halben Million Euro kalkulieren. Das Umland ist daher für viele Familien eine preiswerte Alternative. Denn wer bereit ist, länger zu pendeln, kann bis zu 70 Prozent beim Hauskauf sparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von immowelt.de, wofür die Angebotspreise von Häusern in Nürnberg und 65 ausgewählten Gemeinden im Umland untersucht wurden.

525.000 Euro ist der Durchschnittspreis für Häuser in Nürnberg

Demnach werden Häuser in Nürnberg im Median für 525.000 Euro angeboten. Die günstigste der untersuchten Umlandgemeinden ist Schlüsselfeld, wo Häuser im Mittel 160.000 Euro kosten. Das sind zwar 70 Prozent weniger als in der Frankenmetropole, allerdings benötigen Pendler auch 50 Minuten bis dorthin.

Neben der Distanz sind vor allem zahlreiche Bestandsimmobilien, in die Käufer noch Geld hineinstecken müssen, ausschlaggebend für den Preis. Neubauten sind schon allein aufgrund der Baukosten deutlich teurer.

Nachbarstädte schlagen die Kaufpreise der Metropole noch 

Familien, die sich den Traum vom Eigenheim direkt in den Großstädten der Metropolregion oder innerhalb kürzester Pendeldistanz verwirklichen wollen, müssen hingegen mit hohen Kaufpreisen rechnen. Fürth mit 549.000 Euro und Erlangen mit 550.000 Euro liegen sogar über dem Nürnberger Kaufpreis.

Das liegt unter anderem am höheren Anteil großflächiger Grundstücke, die besonders in ländlichen Stadtteilen wie Burgfarrnbach oder Dechsendorf zu finden sind. Die teuerste aller untersuchten Städte ist allerdings die Marktgemeinde Heroldsberg in Norden Nürnbergs.

569.000 Euro müssen Käufer dort für ein Haus im Median zahlen. Besonders hochpreisige Objekte mit viel Fläche wirken sich preistreibend aus. Die Nähe zu Nürnberg – in 20 Minuten ist man mit dem Auto in der Innenstadt – und die Lage inmitten des Sebalder Reichwalds machen Heroldsberg besonders für Familien attraktiv.

Halbe Stunde Pendeln: Teures Schwabach, günstiges Altdorf

Immerhin: Wer 30 Minuten pendelt, zahlt in allen untersuchten Städten weniger als in Nürnberg. Dennoch gibt es große Unterschiede: Schwabach (489.000 Euro) liegt gerade einmal 7 Prozent unter dem Nürnberger Preis, Altdorf (361.000 Euro) hingegen 31 Prozent.

Grund für die teuren Kaufpreise in Schwabach sind vor allem zahlreiche Neubauten, – viele davon in Wolkersdorf – die auf den Markt drängen und je nach Ausstattung und Grundstücksgröße deutlich über dem Medianpreis liegen. Gleiches gilt auch für Zirndorf, Wendelstein und Oberasbach (je 480.000 Euro).

 

Seite 2: Wer zu längeren Pendelstrecken bereit ist, der spart bares Geld

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