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4. Juli 2006, 00:00
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Efama: Mehr Gleichbehandlung bei Fonds

Der europäische Fondsverband Efama fordert einen einheitlichen Investmentmarkt in Europa. ?Die europäische Fondsbranche befindet sich in einer spannenden Phase,? erklärt Stefan Bichsel, Präsident des europäischen Fondsverbands Efama. Mit ihrem Grünbuch hat die EU-Kommissionbewiesen, dass sie die Probleme erkannt hat. Die gegenwärtige Folgediskussionzeigt, dass die Industrie durchaus gewillt ist, bei der Problembewältigungmitzuwirken. Das für den Herbst erwartete Weißbuch wird klären, ob wirklichein Grundstein für eine starke europäische Fondsindustrie gelegt wird.

Neben der beschleunigten Realisierung eines einheitlicheneuropäischen Investmentmarktes sind die Sicherstellung derflächendeckenden Einhaltung von Industriestandards und eine funktionierendeSelbstregulierung wie Best Practice-Standards zum Schutze der Anleger weiter Kernziele der Efama. Außerdem muss die Kooperation beziehungsweise der Kommunikationsfluss mit relevanten Institutionen auf europäischer Ebene verbessert werden. ?Wir wollen die Weichen für ungetrübtes Branchenwachstum stellen, Konkurrenzfähigkeit und Servicequalität weiter fördern und hohe Standards in Belangen der Ethik, Integrität und Professionalität als Grundmanifeste quer über die gesamte Branche verankern?, so Bichsel.

Für die Efama bedeute die Schaffung eines einheitlichen Binnenmarktes insbesondere die Verwirklichung eines ?level playing field?, d.h. die Schaffung vergleichbarerBedingungen für alle Spar- und Anlageprodukte auf Produktions- und Vertriebsebenesowie die steuerliche Gleichbehandlung nationaler und ausländischer Fonds.

Wie Efama-Generalsekretär Steffen Matthias erläuterte, gibt es diesbezüglich gegenwärtig drei wichtige ?Baustellen?: Die Überarbeitung der OGAW-Richtlinie (UCITS), die Umsetzung von MiFID (Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente) und die Erfahrungen mit der Zins-Steuer-Richtlinie und deren mögliche Ergänzung.Aber auch für die zweite und dritte Säule der Altersvorsorge ist die Schaffung eineslevel playing field von besonderer Dringlichkeit.

?Altersvorsorge kann keine ausschließliche Domäne der Versicherer sein. Altersvorsorge ist Asset Management?, unterstreicht Generaldirektor Hugh Trenchard. Gerade auch die Investmentfondsindustrie ist in der Lage, dem steigenden Bedarf nach privaten Vorsorgeprodukten mit vielfältigen Produktlösungen, die alle denkbaren Bedürfnisse abdecken, bestmöglich und mit höchster Transparenz gerecht zu werden.

Ein weiteres wichtiges Thema für Efama ist die Einbeziehung von offenenImmobilienfonds in die Debatte um eine Ergänzung der OGAW-Richtlinie. SeitJahrzehnten gehören diese in Deutschland und anderen Ländern zu den wichtigstenAnlageprodukten für den normalen Haushalt. Aus Efama-Sicht ist es nichteinzusehen, warum gerade solche traditionellen Anlageprodukte nichtgrenzüberschreitend vertrieben werden können, während man durchaus darübernachdenkt, relativ neue und häufig risikoreichere Produkte unter der OGAWRichtliniezu harmonisieren.

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