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3. April 2007, 00:00
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Neue Studie zu Hedgefonds

Hedgefonds haben nicht nur einen positiven Effektauf ein traditionelles Anleihen-Aktien-Portfolio, wie viele Studien bereits bewiesenhaben, sondern auch auf ein Depot, das bereits über einen hohen Anteil vonAlternativen Investments verfügt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuellewissenschaftliche Studie der Infinanz ? Institut für Finanz- undInvestitionsmanagement GmbH in München.

Bei der Studie, die von der Dortmunder apano Finanzanlagen in Auftrag gegeben wurde, handelt es sich um die erste Untersuchung zur Wirkung von Hedgefonds in einem Multi-Asset-Portfolio. Existierende Studien konzentrieren sich ausschließlich aufHedgefonds als Bestandteil von Aktien-/Anleihen-Depots und berücksichtigen andereAnlageklassen nicht. Infinanz zog dagegen erstmalig Alternative Investments wieEuropa Immobilienfonds, Private-Equity- und Venture-Capital-Fonds sowie Schiffsfonds mit indie Analyse ein und stellt damit einen erhöhten Praxisbezug her. Denn Investorennutzen in der Regel nicht nur Aktien und Anleihen, sondern haben ihre Portfolios zumTeil mit hohen Anteilen geschlossener Fonds und anderen Alternativen Investmentsergänzt.

Und gerade in diesen ?modernen? Depots haben Hedgefonds, so das Ergebnis derStudie, zusätzlich optimierende und risikomindernde Effekte. Der Untersuchungzufolge kann sich je nach Beimischung von Hedgefonds die Volatilität (das Risiko) desMulti-Asset-Depots bei gleichbleibender Rendite bis zur Hälfte reduzieren bzw. beisteigender Rendite die Volatilität vermindern. So erwirtschaftet beispielsweise einPortfolio, das zu 20 Prozent aus Renten und zu 80 Prozent aus Aktien besteht, einenErtrag von 8,18 Prozent bei einem Risiko von 14,4 Prozent. Ein exemplarisches Multi-Asset-Portfolio mit einem überdurchschnittlichen Hedgefondsanteil von 21,3 Prozentkommt dagegen auf eine Rendite von 8,9 Prozent.

Der Ertrag konnte also um 62 Basispunkte gesteigert werden. Das Risiko liegt gleichzeitig bei nur noch 9,32 Prozent und damit 34 Prozent niedriger als beim Vergleichsdepot. ?Dies ist vor der Erkenntnis 2 umso wichtiger, dass allein die Portfolioaufteilung zu über 90 Prozent über denAnlageerfolg entscheidet ? und nicht das Sammeln bestimmter Anlageprodukte?,erläutert Markus Sievers, Geschäftsführer von apano Finanzanlagen.

Dem Finanzexperten zufolge sei das Ergebnis der Studie zudem ein erneuter Beweis, dassHedgefonds das Risiko in einem Portfolio reduzieren und mehrheitlich keine, wiehäufig in den Medien zu lesen, hochspekulative Risikoinvestments seien.Die Analyse grenzt sich noch in einem weiteren Punkt von allen bisher zu diesemThema vorgelegten Untersuchungen ab: Sie stützt sich nicht nur auf einen Index,vielmehr dienten mehrere Hedgefonds-Indizes als Datenbasis, denen alle eineinheitlicher Zeithorizont von 15 Jahren zugrunde liegt. Aus diesem Grund wurde einneu konzipierter Hedgefonds-Index kreiert, der aus einer Mischung der Hedgefonds-Indizes CSFB/Tremont, Hennessee, van Hedge, HFR, EACM, Man AHL sowie Stark300 Trader Index entstanden ist. Damit ergibt sich aus dem neu gebauten Index einehöhere Marktrepräsentativität.

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