Efama: Fondsindustrie sammelt weltweit weniger Mittel ein

Dem europäischen Branchenverband Efama zufolge haben die Nettomittelzuflüsse der Fondsindustrie weltweit in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 5,6 Prozent auf 285 Milliarden US-Dollar abgenommen. Damit waren in Fonds rund um den Globus im ersten Quartal 15,7 Billionen Euro investiert, das sind 11,7 Prozent weniger als in der letzten Berichtsperiode 2007.

Am meisten büßten laut den Efama-Zahlen Aktien- und Mischfonds ein, aus denen im Auftaktquartal 2008 etwa 97 Milliarden Euro abgezogen wurden. In der Schlussperiode 2007 hatten sie noch Zuflüsse von 87 Milliarden Euro verzeichnet. Um acht Milliarden Euro zulegen konnten dagegen zwischen Januar und März Rentenfonds, die im vierten Quartal des Vorjahres ein Minus von 21 Milliarden Euro hinnehmen mussten. Die großen Gewinner der Finanzmarktturbulenzen zum Jahresauftakt waren Geldmarktprodukte, die ihre Zuflüsse auf 326 Milliarden Euro fast verdoppelten.

Dass das Fondsvermögen weltweit schrumpfte, ist auch dem Umstand geschuldet, dass Hongkong für den Berichtszeitraum keine Zahlen lieferte. Im Vorjahres-Schlussquartal meldete die ehemalige britische Kolonie Assets in Höhe von 556 Milliarden Euro. Mit 27 Prozent schlage sich das Fehlen in der akteullen Gesamtstatistik nieder, so die Efama. (hb)

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