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29. September 2008, 00:00
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Studie: Fondsanleger wissen über Abgeltungssteuer Bescheid

Die nahende Abgeltungssteuer ist für Fondsanleger keine Unbekannte, lediglich 5,4 Prozent haben sich noch nicht darüber informiert. Diese Ergebnisse liefert die aktuelle Fondsanleger-Umfrage des Finanzportals On Vista, Köln, unter 2.100 Fondskäufern.

Über die Hälfte bleibt bei ihrem Anlageverhalten

Dass die Befragten sich schlau gemacht haben, führt indes nicht dazu, dass sie in großem Stil planen, ihre Depots umzustrukturieren. Lediglich 36,6 Prozent der Teilnehmer geben an, ihr Anlageverhalten vor dem Hintergrund der Abgeltungssteuer verändern zu wollen. Mit 58 Prozent plant die große Mehrheit keine Anpassungen. Dies liegt laut der Studie vor allem daran, dass viele der Befragten bereits langfristig orientierte Depots haben oder wissen, dass sie nicht von der Abgeltungssteuer betroffen sind.

Um die Steuer zu umgehen, setzen 22 Prozent der Teilnehmer auf Investmentfonds, 8,2 Prozent wollen in Aktien umschichten. Die Umfrage zeigte auch, dass Anleger mit einem Depotvolumen von über 100.000 Euro mehr Änderungen planen, und eher auf Fonds umsteigen, als Anleger mit einem niedrigeren Depotvolumen.

Nur 11,8 Prozent setzen auf Speziallösungen

11,8 Prozent der Befragten wollen zur Vermeidung der Abgeltungssteuer in spezielle Fonds investieren. 19,4 Prozent haben dabei allerdings Produkte im Visier, die bereits seit mehreren Jahren auf dem Markt sind. Für 30,6 Prozent steht die Performance im Vordergrund der Überlegungen. Für sie kommen steueroptimierte Lösungen nur in Frage, wenn die Rendite stimmt. Im Vergleich zur Vorgängerstudie in 2007, als noch 44,5 Prozent die Rendite als oberste Priorität angaben, sind die Anleger der Studie zufolge vorsichtiger geworden und orientieren sich nun langfristiger.

43,8 Prozent der Anleger, die auf Speziallösungen setzen, bevorzugen die teuren, aber wenig risikoreichen Dachfonds. Auf dem zweiten Platz in der Beliebtheitsskala folgen mit 27,5 Prozent Immobilienfonds knapp vor den relativ neuen Multi Asset Fonds, die 24,2 Prozent der Befragten in Betracht ziehen.

Wissenslücken bei Sparplänen

Während das Wissen der Fondsanleger über die bevorstehende Steuernovelle mittlerweile also ausgeprägter sei, bestehe beim Thema Fondssparpläne noch ein großes Informationsdefizit. So wollen 66,6 Prozent der Befragten ihre Sparpläne wie zuvor weiterführen, obwohl das ab 2009 wegen der Abschaffung der Spekulationsfreiheit wenig rentabel sei. Nur 23,8 Prozent planen, nach Einführung der Abgeltungssteuer ab 2009, nicht weiter in Sparpläne einzuzahlen.

Als Fondsgesellschaft, die am besten über die Steuer auf Kapitalerträge informiert, nannten 23,5 Prozent der Fondsanleger DWS Investment, die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank. Dahinter folgen mit 11,5 Prozent Union Investment, die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken und mit 9,8 Prozent der Asset Manager der Sparkassengruppe, Deka. An Platz Vier rangiert Fidelity, den Kronbergern sprechen 8,2 Prozent der Teilnehmer ihr Vertrauen aus.

Allerdings: Mit 58,3 Prozent sind über die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass es keine Fondsgesellschaft gibt, die gut über die Abgeltungssteuer informiert. (hb)

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