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23. Juli 2009, 00:00
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Genossenschaftlicher Finanzverbund muss Abstriche machen

Der genossenschaftliche Finanzverbund, zu dem unter anderem die Fondsgesellschaft Union Investment und das Zertifikateschwergewicht DZ Bank gehören, hat im vergangenen Jahr ein Vorsteuerergebnis von 77 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang von gut 98 Prozent gegenüber dem Vorjahr (4,33 Milliarden Euro).

Die Auswirkungen der Finanzkrise seien nicht spurlos am Finanzverbund vorbeigegangen, erklärte Uwe Fröhlich, der Chef des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Besonders der um 4,5 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro geschrumpfte Provisionsüberschuss habe unter den Unsicherheiten auf den Wertpapiermärkten gelitten, so der BVR.

Kapitalanlageergebnis belastet Bilanz

Wesentlich deutlicher fiel allerdings der Rückgang bei den Kapitalanlagen und dem sonstigen Ergebnis der Versicherungsunternehmen aus: Dieser Bilanzposten schmolz um 71 Prozent von 2,17 Milliarden auf 629 Millionen Euro zusammen.

Insgesamt stieg die konsolidierte Bilanzsumme der 1.296 selbstständigen Kreditgenossenschaften, der Spitzeninstitute DZ und WGZ sowie der Münchener Hypothekenbank nach IFRS-Standard im Jahresverlauf leicht auf 1.025 Milliarden Euro an. Dabei steuerten die Primärbanken 54 Prozent, die DZ Bank 35 Prozent, WGZ acht Prozent und Münchener Hyp drei Prozent bei.

Kernkapitalquote weiterhin solide

Die Kernkapitalquote beziffert der Konzern auf 7,8 Prozent (Vorjahr: 7,9 Prozent). Damit bewege man sich deutlich oberhalb der gesetzlich vorgeschriebenen vier Prozent.

Der genossenschaftliche Finanzverbund hat erstmals einen konsolidierten Jahresabschluss nach dem internationalen Bilanzierungsstandard IFRS vorgelegt. (hb)

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