Sam: Windenergie – aber bitte richtig

Der gesamte Windenergiemarkt kann hierzulande schon ein beachtliches Wachstum vorweisen. Jetzt zeichnet sich eine Zäsur ab – in Zukunft sollen vor allem Windparkbetreiber Investoren die Rendite liefern.

„Seit Entstehen des Windenergiemarktes in den späten siebziger Jahren hat die Branche große Entwicklungssprünge gemacht“, weiß Christophe Churet, Analyst bei der auf nachhaltige Investments spezialisierten Züricher Fondsgesellschaft Sam. „Historisch betrachtet haben die Turbinenhersteller bislang die größte Aufmerksamkeit der Investoren auf sich gezogen. Wir meinenjedoch, dass sich das Mehrwertpotenzial künftig zunehmend auf nachgelagerte Bereiche der Wertschöpfungskette konzentrieren wird.“

Der Sektor jedenfalls prosperiert: In den vergangenen vier Jahren ist die zusätzlich installierte Leistung im Durchschnitt um mehr als 30 Prozent pro Jahr gewachsen. Im Jahr 2008 betrug diese insgesamt knapp 121 Gigawatt, was etwa einem Prozent der globalen Stromproduktion entspricht. Die Dynamik begann Mitte der neunziger Jahre – als insbesondere mit Subventionen auf Herausforderungen wie den Klimawandel der massive Ausbau der installierten Gesamtleistung vorangetrieben wurde.

„Angesichts der derzeitigen Verlangsamung der Windenergie-Wachstumsraten und eines absehbaren Preisverfallsaufgrund von Überkapazitäten in der Turbinenherstellung werden sich die Turbinenhersteller in den kommendenJahren schwer tun, ihr historisches Ertragswachstum aufrechtzuerhalten“, so Churet. Aus diesem Grund liege seinHauptaugenmerk zunehmend auf Windparks, die sich durch kontinuierliche, wiederkehrende Umsätze und damit letztlich durch verlässliche Cashflows auszeichnen. „Wirkonzentrieren uns dabei auf Windparkbetreiber mit einemgeographisch breit gestreuten Portfolio von qualitativ hochwertigen Anlagen, was zu einer entsprechenden Minimierung der operativen und regulatorischen Risiken führt.“ (mr)

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