DWS verkündet Erfolge bei Aktienfonds und will mehr Auslandsgeschäft

Die Fondsgesellschaft DWS vermeldet für das Geschäftsjahr 2009 durchwachsene Zahlen. Während Aktienfonds zwar 5,9 Milliarden Euro einsammelten, musste die Deutsche-Bank-Tochter unterm Strich insgesamt 1,6 Milliarden Euro Abflüsse bei Publikumsfonds hinnehmen. Angesichts eines sich verschärfenden Kampfes um Vertriebspartner und Anleger wollen die Frankfurter zukünftig mehr Wachstum im Ausland generieren.

bilanzGrößtes Sorgenkind waren Geldmarktfonds, aus denen 10,7 Milliarden Euro abflossen. Inklusive der Kursanstiege wuchs das von der DWS verwaltete Vermögen in 2009 um 12 Prozent auf rund 108 Milliarden Euro. Für Wachstum bei den Assets under Management soll in den nächsten Jahren insbesondere das Auslandsgeschäft und dort neben den USA vor allem der Zukunftsmarkt Asien sorgen. „Wir wollen unsere internationale Stellung weiter stärken“, erklärt Ingo Gefeke, weltweiter Produkt- und Vertriebschef der DWS.

In 2009 sind die von der Mainmetropole aus verwalteten Vermögen in den USA von 1,5 auf 6,7 Milliarden Euro und in Asien von 1,5 auf 2,3 Milliarden Euro gestiegen. „Die Bevölkerung in Asien wächst bei gleichzeit wirtschaftlicher Prosperität. Nach derzeitigen Prognosen wird das Publikumsfondsvolumen in China in weniger als zehn Jahren das in Deutschland überflügeln. Der Großteil der Gelder fließt dabei in Aktienfonds“, sagt Gefeke.

Der deutsche Publikumsfondsmarkt sei dagegen von einer zunehmenden Professionalisierung der Anleger und einer wachsenden Marktmacht der Vertriebe geprägt. Beim Produktangebot sollen zukünftig Geldmarktfonds eine untergeordnete, ETFs und Zertifikate keine Rolle bei der DWS spielen. (mr)

Foto: Shutterstock

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