Feri attestiert deutschen Fondsgesellschaften mangelnde Expertise

Deutschen Publikumsfondsgesellschaften fehlt es an Expertise und qualitativ guten Produkten für Schwellenländer-Anlagen. Zu diesem Ergebnis kommt das Bad Homburger Analysehaus Feri Euro Rating Services in einer aktuellen Studie.

tigerBasis der Analyse sind knapp 900 zum Vertrieb in Deutschland zugelassene Aktien- und Rentenfonds mit Schwerpunkt Emerging Markets von insgesamt 152 Fondsgesellschaften. Resultat der Untersuchung: Am besten schnitten die ausländischen Gesellschaften First State, Comgest, Aberdeen, Raiffeisen und Fidelity ab.

Christian Michel, Teamleiter Fonds & Zertifikate bei Feri, fasst die Studienergebnisse folgendermaßen zusammen: „Die Anleger sind sich einig, dass die Emerging Markets für die Weltwirtschaft eine immer wichtigere Rolle spielen. Schwellenländer-Fonds haben daher ein großes Absatzpotenzial. Unter den deutschen Fondsgesellschaften scheint sich das noch nicht herumgesprochen zu haben, denn unter den besten 15 in der Kategorie Emerging Markets befindet sich kein einziger deutscher Anbieter.“

Große Unterschiede beim Aktien-Management

Das Leistungsgefälle im Equity-Bereich der Fondsgesellschaften ist gewaltig: Während der beste Aktienfonds der Kategorie Emerging Markets über die vergangenen drei Jahre eine jährliche Wertentwicklung von mehr als zehn Prozent erzielte, so haben die schlechtesten Fonds sogar zehn Prozent und mehr verloren. „Es wird deutlich, dass die Auswahl des Asset Managers eine hohe Bedeutung für den Anlageerfolg hat“, sagt Michel. „Groß und bekannt heißt dabei nicht gleichzeitig, dass die Fondsgesellschaften auch eine erfolgreiche Produktpalette haben.“

Private Anleger sind laut Feri-Studie von den Wachstumschancen begeistert, Investitionen in den Schwellenländern erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Mehr als 90 Prozent der befragten Fondsanteilseigner erwarten, dass das verwaltete Vermögen im Bereich Schwellenländer in den nächsten drei bis fünf Jahren steigen oder sogar stark steigen wird. Zwei Drittel gaben an, bis zu 30 Prozent ihres Portfolios in Schwellenländern angelegt zu haben. Lediglich 14 Prozent sind demnach noch nicht in den Emerging Markets investiert. (mr)

Foto: Shutterstock

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