9. November 2010, 16:45
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Wirtschaftsweise wagen optimistischen Ausblick

Der Sachverständigenrat prognostiziert für das kommende Jahr ein höheres Wachstum der deutschen Wirtschaft als die Bundesregierung. Wie verschiedene Medien berichten, gehen die fünf sogenannten Wirtschaftsweisen in ihrem Herbstgutachten davon aus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2011 um 2,2 Prozent zulegt. Die Regierung rechnet mit 1,8 Prozent.

In-sicht-fernrohr-ausschau-ausblick-127x150 in Wirtschaftsweise wagen optimistischen AusblickDem Gutachten zufolge, das morgen offiziell in Berlin vorgestellt wird, werde das Wachstum im laufenden Jahr 3,7 Prozent erreichen, schreibt die „Rheinische Post“. Auch die Nachrichtenagenturen Reuters und DPA berichten über das Gutachten mit dem Titel “Chancen für einen stabilen Aufschwung” vor. Darin prognostizieren die Wirtschaftsweisen einen “stabilen, wenngleich möglicherweise flachen Wachstumspfad”. Zugleich warnen sie vor raschen Steuersenkungen.

“Nach Einsetzen der wirtschaftlichen Erholungsphase müssen die öffentlichen Haushalte entschlossen konsolidiert werden”, heißt es in dem 441 Seiten starken Bericht. Die Sachverständigen plädieren für einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz für alle Güter und eine “Neuordnung der Gemeindefinanzen”. Dem Rat gehören die Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger, Wolfgang Wiegard, Wolfgang Franz, Christoph Schmidt und Beatrice Weder di Mauro an.

Das vorhergesagte Wachstum reicht den Experten zufolge aus, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu drücken. Im kommenden Jahr wird nur noch mit 2,986 Millionen Erwerbslosen gerechnet. Zuletzt lag die durchschnittliche Arbeitslosenzahl 1992 unter die Marke von drei Millionen. (hb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

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