Anzeige
Anzeige
22. Dezember 2010, 11:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zinspolitik bedroht Goldpreis

Bislang ist der Aufwärtstrend des Goldpreises nicht zu stoppen, aktuell liegt das edle Metall bei knapp 1.400 US-Dollar. Analysten warnen, dass dies zukünftig nicht so bleiben müsse.

Apfel-Gold-W-online-122x150 in Zinspolitik bedroht Goldpreis Ihre Befürchtung: Ein anhaltender Anstieg der realen Zinsen wird den Goldpreis nach unten ziehen. Zu dieser Einschätzung kommen auch die Experten der Schweizer Bank Sarasin: “Wir empfehlen den Anlegern, keine neuen langfristigen Anlagen in Gold vorzunehmen, sondern sich darauf vorzubereiten, ihre Goldpositionen aufzulösen, wenn die realen Renditen über einen ausgedehnten Zeitraum deutlich zu steigen beginnen. 2011 dürfte der Goldpreis allerdings durch die Investitionsnachfrage gestützt werden”, sagt Eliane Tanner, Commodity Strategist bei Sarasin.

Der Goldpreis sei in den letzten Monaten hauptsächlich durch die Investitionsnachfrage getrieben worden, erklärt Tanner. Dies spiegle sich vor allem in der wachsenden Goldmenge, die von börsengehandelten Fonds, ETFs, gehalten wird, die mit physischem Gold unterlegt sind.

Damit soll auch vorerst nicht Schluss sein: 2011 dürften sich die Goldbestände der ETFs weiterhin steigern. Solange die realen Zinsen niedrig bleiben, werden Goldanlagen attraktiv bleiben. Zudem wird ein Anstieg der Investitionsnachfrage erwartet, da die Zentralbanken weltweit durch ihre unkonventionellen Maßnahmen mittel- bis längerfristig die Inflationserwartungen einiger Anleger anregen könnten. Überdies belastee die aktuelle Diskussion um einen möglichen Währungskrieg das Vertrauen in den Wert der Papierwährungen.

Goldbarren sind gefragt, Goldschmuck weniger

Die übrige Gold-Nachfrage hält sich im Rahmen: In den letzten anderthalb Jahren sind die Goldreserven der Zentralbanken gewachsen, zumindest in den Schwellenländern. Insbesondere China, Indien und Russland haben sich mit Gold eingedeckt. Die Schmucknachfrage dagegen hat in den vergangenen Jahren unter den steigenden Preisen gelitten und bleibt auf einem schwachem Niveau. Die Sarasin-Researcher erwarten 2011 keine starke Erholung der globalen Schmucknachfrage, da der Goldpreis voraussichtlich erst einmal hoch bleibt und sich das globale Wirtschaftswachstum etwas abschwächen dürfte.

Infolge des Preisanstiegs hat sich das Goldangebot in den letzten beiden Jahren erhöht. Die Bank Sarasin erwartet aufgrund des hohen Preises für 2011 eine leichte Steigerung des Angebots. Diese werde aber nicht ausreichen, um den Goldpreis zu drücken. Dazu bedarf es eines anderen Zinsumfelds, wie die Schweizer in ihrem jüngsten Research-Report Commodity Strategy analysieren. (mr)

Foto: Shutterstock

Anzeige

1 Kommentar

  1. Interessante Position! Die meisten Forscher prognosieren den weiteren Goldpreisanstieg und begründen das mit dem Wirtschaftswachstum in China, Erschöpfung der Goldvorkommen, nicht stabilem US-Dollarkurs. Interessant ist, wie sich der Goldpreis wirklich verändert.

    Kommentar von Gold-Goldbarren.com Autor — 24. Dezember 2010 @ 20:35

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Patientenschützer mahnen dringend neuen Pflege-TÜV an

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat von der neuen Bundesregierung rasch eine Reform des sogenannten Pflege-TÜVs angemahnt. “Der neue Pflege-TÜV sollte 2018 an den Start gehen. Fest steht aber heute schon, dass er nicht termingerecht kommen wird”, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur.

mehr ...

Immobilien

CDU will Mietpreisbremse auslaufen lassen

Die CDU will sich einem Zeitungsbericht zufolge von der Mietpreisbremse verabschieden. Ziel sei es, sich bei Gesprächen über eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP auf ein Auslaufen der Mietpreisbremse im Jahr 2020 zu verständigen, berichten die “Stuttgarter Nachrichten” unter Berufung auf Unionskreise.

mehr ...

Investmentfonds

Bantleon gründet Beteiligungsgesellschaft für Technologie-Investments

Der Asset Manager Bantleon baut mit einer eigenen Beteiligungsgesellschaft das neue Geschäftsfeld Technologie-Investments aus.

mehr ...

Berater

Privatbank kündigt Riester-Sparpläne

Die Hamburger Privatbank Donner & Reuschel, eine Tochter von Signal Iduna, hat 130 Kunden mit einem Riester-Sparplan nahegelegt, in eine andere Riester-Versicherung des Iduna-Konzerns zu wechseln. Kunden, die dieses Angebot ablehnten, kündigte die Bank außerordentlich. Dies meldet das Wirtschaftsmagazin “Capital”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD-Umsetzung: Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Das deutsche Umsetzungsgesetz zur IDD ist verabschiedet und tritt im Februar 2018 in Kraft. Trotzdem sind noch diverse Aspekte unklar. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor allen Beteiligten, um die IDD-Umsetzung handhabbar und zu einem Erfolg zu machen.

mehr ...