Anzeige
12. April 2011, 12:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Der Fokus liegt derzeit auf dem Inflationsrisiko in Asien”

Anna Ho, Fondsmanagerin des Nestor Fernost, erklärt im Cash.-Interview, warum der Megatrend zu Schwellenland-Investments trotz Inflationsrisiken und Japan-Krise noch keineswegs am Ende und eine dauerhafte Kapitalflucht aus Asien nicht zu befürchten ist.

Anna-ho-fotocredit-carlson in Der Fokus liegt derzeit auf dem Inflationsrisiko in Asien

Cash.: Wir haben eine Delle bei den Aktienkursen in Asien gesehen, die viele Investoren verunsichert. Indiziert der Kursverlust ein Ende der Erfolgsstory Emerging Markets?

Ho: Keinesfalls. Schwellenländer bleiben spannend. Doch der Fokus der Investoren liegt derzeit auf dem Inflationsrisiko in Asien. Daher wird das Sentiment sehr negativ, sobald der Verbraucherpreisindex stärker als erwartet steigt. Die verschiedenen Volkswirtschaften Asiens wenden dabei unterschiedliche Strategien gegen Inflation an. Manche erscheinen dabei effizienter als andere. Dort erwarte ich künftig deutliche Divergenzen in der Entwicklung.

Cash.: Welche Länder werden erfolgreich sein?

Ho: Australien hat vorbildlich auf den Anstieg der Inflation reagiert. Die Zentralbank war die erste, die nach dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 wieder anfing, die Zinsen zu erhöhen. Jetzt steigt die Inflation dort nur um 2,75 Prozent. Auch in Thailand blieben die Verbraucherpreise auf niedrigem Niveau. Dazu kann ich jedoch wenig berichten, da der Fonds dort nicht investiert ist. Länder mit sehr hohem Wirtschaftswachstum, wie China und Indien, können auch höhere Inflationsraten in Kauf nehmen. Die indische Zentralbank hat sich in früheren Zyklen als vorausschauend erwiesen. Daher bin ich zuversichtlich, dass sie auch dieses Mal die Inflation unter Kontrolle bringt. In China wurden ebenfalls administrative Maßnahmen ergriffen.

Cash.: Und wie gefährlich ist die Situation in Japan und im Mittleren Osten?

Ho: Das größte Risiko liegt im Unterbrechen der Lieferketten aufgrund der Folgen des verheerenden Tsunamis in Japan. Die elektronische Industrie und die Autobranche werden die Auswirkungen spätestens im Mai zu spüren bekommen. Bis dahin dürften die ersten Lager mit zugelieferten Teilen leer sein. Ich glaube, einige Firmen werden dann von der Knappheit profitieren und Komponenten zu hohen Preisen anbieten. Andere Unternehmen werden unter der Situation leiden und gezwungen werden, ihre Produktion zurückzufahren. Die Unruhen in Nordafrika haben die chinesische Regierung zunächst beunruhigt. Denn auch China ist ein Ein-Parteien-Staat. Doch bisher blieb es dort fast überall ruhig. Die Gefahr, dass die Revolten überschwappen, kann daher inzwischen als niedriger angesehen werden als zu Beginn der Entwicklungen.

Seite 2: Wie der Nestor Fernost aufgestellt ist

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Spahn kündigt weitere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine weitere Anhebung der Beiträge zur Pflegeversicherung angekündigt. “Ich kann ihnen jetzt schon sagen: Wir werden in den nächsten Jahren die Beiträge nochmals erhöhen müssen”, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung “Maischberger”.

mehr ...

Immobilien

Umbauten am Haus: Anpassung der Police nicht vergessen

Wer am eigenen Heim Umbauten vornimmt, sollte an die Konsequenzen für die Wohngebäudeversicherung denken. Ansonsten könnte es im Schadensfall böse Überraschungen geben. Die Gothaer gibt Tipps, worauf Immobilieneigentümer achten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Die Inflation ist nicht auf Dauer besiegt

Vor der EZB-Sitzung am Donnerstag fragt sich Darren Williams von Alliance Bernstein, ob Europa die Inflationswende bevorsteht. Aus seiner Sicht gibt es einige Argumente, die dafür sprechen. Es sei gefährlich zu glauben, dass die Inflation besiegt ist. Gastbeitrag von Darren Williams, Alliance Bernstein

mehr ...

Berater

Qualitypool bietet zwei neue Apps an

Der Maklerpool Qualitypool startet kostenlose Apps für seine Vertriebspartner und deren Endkunden. Die App “hQ – Das Partnercockpit” soll Vertriebspartner mit neuen Features unterstützen, Kunden erhalten die dazugehörige App “FinUp”, um ihre bestehenden Verträge und passende Angebote jederzeit einsehen zu können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia gibt weiteren Publikumsfonds in den Vertrieb

Die Patrizia GrundInvest hat den Vertrieb ihres siebten Publikumsfonds gestartet. Er investiert in einer deutschen Tourismusregion. Zudem kündigt das Unternehmen vier weitere alternative Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger noch für dieses Jahr an.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...