Fidelity setzt auf Konsum in China

Die Fondsgesellschaft Fidelity International, Kronberg im Taunus, hat einen neuen Fonds konzipiert, der von Chinas Wandel vom Exportweltmeister zur Konsumnation profitieren soll. Ins Portfolio des Fidelity China Consumer Fund (LU0594300096) sollen vor allem lokale Unternehmen.

ChinakonsumFondsmanager Raymond Ma erklärt: „Die Regierung verfolgt eine konsumfreundliche Politik. Auch Produktivität und Einkommen wachsen stark. Das Potential für Konsumgüter und -dienstleistungen ist groß, die Konsumqualität verbessert sich und es gibt einen anhaltenden Trend zur Verstädterung.“

Diese Faktoren sollen dazu führen, dass China seine Abhängigkeit von der Nachfrage aus dem Westen abschütteln und seine eigene Transformation hin zu einer Volkswirtschaft mit einem entwickelten, robusten und nachhaltigen Verbraucherstamm vorantreiben wird, so Ma.

Konsumland statt Exportnation

Ma investiert direkt in Aktien von Unternehmen aus China, Taiwan und Hongkong, die Güter oder Dienstleistungen für chinesische Verbraucher anbieten. Das Portfolio wird aus 80 bis 120 Titeln bestehen, die im Schnitt zwölf bis 18 Monate gehalten werden. Die Aktienauswahl resultiert aus einem fundamentalen Bottom-up-Research. Als Benchmark des Fonds dient der MSCI China.

„Wir sind seit vier Jahrzehnten mit eigenen Büros und lokalen Investment-Teams in der Region“, sagt Christian Wrede, Sprecher der Geschäftsführung von Fidelity International in Deutschland. Ma managt den Fonds von Hongkong aus und wird dabei vom weltweiten Research-Netzwerk von Fidelity sowie von gut 100 lokalen Investmentexperten unterstützt, unter ihnen fünf auf den Konsum in China spezialisierte Analysten.

Der gebürtige Chinese Ma spricht Mandarin und bringt über ein Jahrzehnt Erfahrung in Chinas Konsumsektor mit. Ende 2010 verwaltete Fidelity nach eigenen Angaben ein Vermögen von 55,7 Milliarden US-Dollar in der Region Asien-Pazifik ex Japan, davon rund 20 Milliarden US-Dollar in China.

Neben bis zu 5,25 Prozent Aufschlag für die Ausgabe der Anteile zahlen Anleger jährlich 1,5 Prozent Management-Gebühr. (mr)

Foto: Shutterstock

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