Ifo-Index zeigt sich überraschend robust

Die erwartete Eintrübung des Geschäftsklimas in der deutschen Wirtschaft ist im Mai ausgeblieben. Der Ifo-Index, das zentrale Stimmungsbarometer der Topmanager, behauptete mit 114,2 Zählern sein Vormonatsniveau. Experten hatten mit dem dritten Rückgang in Folge gerechnet.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn

„Die Konjunkturampeln in Deutschland stehen nach wie vor auf grün“, kommentierte Hans-Werner Sinn, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), die Umfrageergebnisse.

Nachdem der Ifo zuletzt zweimal gesunken war, hatten die meisten Analysten mit einem weiteren Rückgang gerechnet, der auf einen konjunkturellen Wendepunkt hingedeutet hätte.

Doch sogar in den Aussichten der rund 7.000 vom Ifo befragten Manager schlagen sich die gestiegenen globalwirtschaftlichen Risiken durch drohende Überhitzung in Asien, höhere Inflation, Ölpreisanstieg und Euro-Schuldenkrise kaum nieder. Der entsprechende Teilindikator gab von 107,7 auf 107,4 Zähler nur leicht nach.

Die aktuelle Geschäftslage wird in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft noch einmal besser bewertet als im Vormonat. Die Indexkomponente legte im Mai von 121 auf 121,4 Punkte zu. (hb)

Foto: Ifo

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