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1. Juni 2012, 16:10
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Aktien fliegen aus dem Portfolio

Die skandinavische Fondsgesellschaft Nordea hat im Bereich der taktischen Asset Allokation ihre Nettoaktienquote auf weniger als ein Prozent gesenkt.

„Der Markt hat Anfang März besonders sensibel auf die negativen Zahlen der Eurozone und die Eintrübung des Geschäftsklimas reagiert, sodass wir unser Aktien-Exposure in globalen Titeln über Futures taktisch gesenkt und unsere Investitionen in ertragsstabilen Aktien erhöht haben“, erklärt Claus Vorm, Lead Portfolio Manager des Nordea 1 – Stable Return Fund. Noch im Januar hatte die Nettokaktienquote bei nahezu vier Prozent gelegen. Auf der Anleihenseite favorisiert der Fondsmanager derzeit sehr sichere Anleihen wie beispielsweise mit Hypotheken besicherte Anleihen aus Dänemark und besicherte europäische Unternehmensanleihen mit „AAA“-Rating. „Danish Mortgage Bonds verfügen über eine solide, mehr als 200-jährige Geschichte ohne einen einzigen Zahlungsausfall, sind an einem regulierten Markt notiert und sind täglich liquide handelbar“, betont Vorm.

Diese Anleihen erfüllten sowohl das Anlagekriterium eines niedrigen Risikoprofils als auch eines potenziell höheren Ertrags als viele Staatsanleihen, die als sicher gelten, aufgrund des niedrigen Zinsumfelds jedoch inflationsbedingt eine negative reale Rendite erzielen. Auf der Aktienseite ist Vorm derzeit unter anderem in Aktien des Pharmakonzerns Novartis, des IT-Konzerns IBM sowie des Lebensmittelkonzerns Nestlé investiert. „IBM, Nestlé und Novartis zeichnen sich durch ein solides Geschäftsmodell, stabile Gewinne und dauerhafte Cashflows aus; die Aktien sind weniger schwankungsanfällig und bieten entsprechend höheren Schutz gegen Kursabstürze im Vergleich zu globalen Aktien“, erklärt Vorm die Vorzüge dieser Titel, die er als ertragsstabile Aktien definiert.

„Diese Aktien haben in schwierigen Jahren, wie das Jahr 2011 eines war, eine sehr solide Wertentwicklung geliefert, konnten allerdings während der Marktrally im ersten Quartal 2012 nicht mit dem Markt mithalten“, erklärt Vorm. „ Allerdings scheint es so, dass das Marktumfeld wieder zunehmend schwieriger werden wird. Dann kann erwartet werden, dass diese Aktien einen nachhaltigeren und besseren Ertrag als die globalen Märkte liefern werden“, so Vorm weiter.

Er hat eine Investmentstrategie entwickelt, bei der ein Risikobudget auf die individuellen Anlageklassen so aufgeteilt wird, dass die Wahrscheinlichkeit eines Wertverlustes über einen Drei-Jahres-Zeitraum so gering wie nur möglich gehalten wird. Im Vergleich zu vielen anderen Mischfonds ist es nicht das Ziel des Nordea 1 – Stable Return Fund Erträge zu maximieren und die damit verbundenen hohen Risiken einfach in Kauf zu nehmen. „Wenn wir investieren, dann geht es uns nicht um akkurates Market-Timing oder eine einfache Aufteilung gemäß Ertragserwartungen, sondern eben um die Risikoverteilung auf die einzelnen Anlageklassen“, betont Vorm.

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