Anzeige
Anzeige
20. August 2012, 17:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Geldmarktfonds: Sicherheit vor Rendite

Investoren favorisieren laut Swisscanto aufgrund der Kriterien Kapitalerhalt und Flexibilität Geldmarktfonds als bevorzugte Anlagemöglichkeiten da sie zwar weniger Rendite erwirtschaften, dafür aber durch ihre Sicherheit punkten.

Geldmarktfonds

Thomas Liebi, Swisscanto

„Geldmarktfonds erfüllen den Wunsch nach Sicherheit und täglicher Verfügbarkeit. Sie sind quasi in punkto kurzfristiger Kapitalerhalt das Nonplusultra. Anleger akzeptieren im Gegenzug die nicht so hohen Erträge, die sich infolge des lang anhaltenden tiefen Zinsniveaus auf einem geringen Niveau eingependelt haben”, so Thomas Liebi, Chefökonom von Swisscanto, der Fondsgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken.

Bei einem weiterhin tiefen Zinsniveau sind die Erträge von Geldmarktanlagen so gering, dass sie real, also nach Abzug der Inflation, sogar leicht negativ sein können. Dies gilt zurzeit für Papiere von erstklassigen Schuldnern. Um auch in der gegenwärtigen Situation mit Geldmarktpapieren mehr Rendite zu erzielen, sind deshalb verschiedene Anbieter von Geldmarktfonds höhere Risiken eingegangen.

Geldmarktfonds: Weniger Rendite, weniger Risiken

Dies kann grundsätzlich auf zwei Arten geschehen: Zum Beispiel durch Anlagen in Papiere mit längeren Laufzeiten. Dadurch wird die durchschnittliche Laufzeit des ganzen Portfolios erhöht. So sind zwar mehr Erträge möglich, gleichzeitig steigt aber das Zinsrisiko nach dem Grundsatz: Je länger die Laufzeit eines Papiers, desto größer der Verlust im Fall einer allgemeinen Zinserhöhung. Die zweite Möglichkeit der Renditesteigerung ist die Auswahl von Titeln tieferer Qualität. Schuldner mit einem tieferen Rating müssen naturgemäß höhere Zinsen zahlen. Im Gegenzug steigt dafür das Risiko von Ausfällen. Möglich ist auch die Kombination dieser Vorgehensweisen, um eine Mehrrendite zu erzielen.

„Was bei Anleihenfonds angebracht ist, da auf diesem Markt mehr Volatilität herrscht und damit die Chancen auf Kursgewinne höher sind, gilt nach Einschätzung von Swisscanto nicht für einen Geldmarktfonds. Gerade in schwierigen Marktphasen, etwa während der Finanzkrise zwischen 2007 und 2009 oder in der andauernden Staatsschuldenkrise zeigen die Erfahrungen, dass sich solche Risiken nicht lohnen. So erlitten einzelne Geldmarktfonds sogar unübliche Verluste, die auf eine riskantere Strategie zurückzuführen waren, und konterkarierten so den Sinn der Hauptaufgabe Kapitalerhalt”, so Liebi.

Der generelle Anlegerwunsch nach Flexibilität bezieht sich auch zusehends auf einzelne Fondsprodukte. Immer mehr Investoren greifen daher auf Mischfonds zurück, die innerhalb ihrer Strategie verschiedene Assetklassen nutzen und die Gewichtungen flexibel verschieben können. Bei der Fondswahl entscheiden Investoren in der Regel nach ihrer persönlichen Risikoneigung, bis zu wie viel Prozent eine Aktienquote oder die Beimischung anderer Anlagekategorien gemäß den Fondsstatuten erlaubt ist.

„Ein Grund ist ausschlaggebend für den wachsenden Bedarf nach flexiblen Anlagestrategien von Fonds: es handelt sich um das Bedürfnis des Anlegers nach einem möglichst wenig volatilen Investment. Die Schwankungsbreiten bei Themen- beziehungsweise Spezialfonds sind konstruktionsbedingt höher als bei Mischfonds. Und viele Anleger kommen mit ‘schwebenden Verlusten’ nicht besonders gut klar. Sie entscheiden sich daher bewusst für Fondsvarianten mit geringerer Volatilität, selbst wenn die langfristige Renditeerwartung unter der von volatileren Fonds liegt”, sagt Liebi. (fm)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Head of Global Sales bei Schroders

Schroders ernennt Daniel Imhof zum neuen Head of Global Sales. Mit der neu geschaffenen Position will das Haus auf die immer komplexer werdenden Kundenbedürfnisse sowie auf die steigende Nachfrage nach Fachkenntnissen eingehen.

mehr ...

Berater

Emerging Markets: Der Staub legt sich

Die Aktienmärkte der Schwellenländer haben schwierige Zeiten hinter sich. Einst gefeiert, dann geschmäht – so lassen sich die letzten zehn Jahre zusammenfassen. Nach und nach werden die guten Perspektiven aber wieder klarer. Gastkommentar von Marc Hellingrath, Union Investment

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...