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18. Juli 2012, 12:29
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„Die Euro-Krise verdirbt den Deutschen die Kauflust“

Mit diesem Kernsatz schockte der neue Metro-Chef Olaf Koch laut „rp-online“ kürzlich die Märkte, nachdem die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zuletzt noch vermeldete, dass sich der von ihr berechnete Verbraucherstimmungsindex im Juli erstmals in fünf Monaten wieder verbessere.

Einkaufen-Wagen-Expansion in „Die Euro-Krise verdirbt den Deutschen die Kauflust“Zumal „die steigenden Löhne in Deutschland die Wachstumsabschwächung infolge der Staatsschuldenkrise wieder aufwiegen würden“, so „Welt.de“. Mit der Aussage fügte der Manager dem Aktienkurs des Handelsriesens postwendend einen weiteren Dämpfer zu, so dass sich der Abschlag auf Jahresbasis schon auf fast 50 Prozent beläuft.

Allein 2012 verlor der DAX-Titel bereits mehr als 28 Prozent und muss nun sogar fürchten, die erste Aktienliga verlassen zu müssen, was den Kurs unter Umständen weiter belasten könnte. Zumindest Koch könnte nach eigener Aussage auch mit einem DAX-Abstieg leben, ganz im Gegenteil zu Großaktionär Haniel, dem aufgrund der schlechten Verfassung der Metro schon von Standard & Poor’s die Bonitätsnote gesenkt worden war. Kein Wunder, dass man die harten Worte in der Branche schon als Vorbereitung auf eine mögliche Gewinnwarnung deutet.

Es bleibt also spannend, wie viel Negatives bereits in den Kurs der Metro-Aktie eingepreist ist. Dies zeigt sich auch an den letzten Analysteneinschätzungen. So senkte man bei der Commerzbank und bei Cheuvreux im Rahmen der Einstufungen „Hold“ bzw. „Underperform“ die Kursziele von jeweils 25 Euro auf 23,50 bzw. 21,90 Euro, während man bei der Berenberg Bank die Zielmarke von 25 Euro bestätigte und die Einschätzung jetzt sogar von „Sell“ auf „Hold“ anhob. Laut Analystin Niamh McSherry sei das Abwärtspotential bei dem Titel begrenzt.

Die Ausgangslage für den Zertifikateanleger ist bei der Metro deshalb gar nicht so schlecht wie möglicherweise für den Direktinvestor, da sich selbst mit einem üppigen Puffer noch attraktive Renditen erzielen lassen.

Dabei könnten bei dem volatilen Wert die guten alten Bonus-Zertifikate und Discounter zum Einsatz kommen. Wer bei Bonus-Papieren auf ein möglichst geringes Aufgeld im Verhältnis zum direkten Aktienkauf Wert legt, könnte etwas längere Laufzeiten ins Auge fassen.

Seite zwei: Puffer von über 40 Prozent

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