Axa IM lobt Ende von Japans Sparpolitik

Die französische Fondsgesellschaft Axa Investment Managers begrüßt die Politik des japanischen Regierungschefs Shinzo Abe: „Wir sind nach wie vor von der Tragfähigkeit der ‚Abenomics‘ überzeugt.“

„Die aktuelle Situation in Japan ist sozusagen die genaue Umkehrung der Situation von 1981“, meint Mark Tinker, Spezialist für asiatische Aktien.

Axa: Steuern und Sparen verhindern Erholung

Tinker weiter: „Jahrzehntelang konnten sich die Experten des japanischen Finanzministeriums mit ihrem auf Schuldenabbau zielenden Sparkurs durchsetzen. Es gelang den Finanzpolitikern, die nach der Jahrtausendwende einsetzende Erholung durch eine Anhebung der Verbrauchssteuern im Keim zu ersticken. Entsprechend sorgen sich jetzt die Märkte, dass auch der jüngste Aufschwung auf diese Weise enden wird.“

Das sei einer der Gründe, warum der japanische Aktienmarkt sich in den vergangenen Monaten überwiegend seitwärts bewegt habe: „Die Regierung unter Führung von Shinzo Abe verhält sich insofern untypisch, als dass sie den übereinstimmenden Expertenrat in den Wind schlägt und stattdessen auf eine stärker wachstumsorientierte Politik setzt. Das erinnert an die Regierung Thatcher in den 1980er Jahren, die ebenfalls den vorherrschenden Konsens verschmähte. Ebenso wie unter der Regierung Thatcher könnten als nächstes Privatisierungen und eine Deregulierung der Märkte folgen.“

Und weiter: „Wir sind nach wie vor von der Tragfähigkeit der Abenomics überzeugt, auch wenn die Akteure am Anleihemarkt einen Fünfjahresplan bereits nach fünf Monaten abgeschrieben hatten. Insbesondere werden wir nicht den Fehler begehen, die Rolle zu unterschätzen, die Japan als Wachstumsmotor Asiens spielen könnte.“ (mr)

Foto: Shutterstock

 

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