Federal Reserve will Liquidität nicht einschränken

Die Liquiditätshausse am Aktienmarkt kann weitergehen. Die US-Notenbank Federal Reserve hat angekündigt, vorerst an ihren Anleihekäufen in Höhe von 85 Milliarden US-Dollar pro Monat festzuhalten.

Grund sind nach Meinung von Experten die weiterhin schwächelnde US-Wirtschaft sowie die Notwendigkeit niedriger Zinsen, um den gewaltigen Schuldenberg im Griff zu behalten.

Keine geldpolitischen Experimente gewünscht

„Die US-Notenbank setzt ihre Liquiditätsoffensive vorerst uneingeschränkt fort, nachdem die US-Konjunktur zuletzt etwas an Dynamik eingebüßt hat und die Fortsetzung des US-Budgetstreits auch 2014 für Unsicherheit sorgen könnte. Denn die US-Schuldenobergrenze wurde lediglich bis zum 7. Februar angehoben. Insofern wird die Fed die weitere US-innenpolitische und Wirtschaftsentwicklung zunächst abwarten, bevor sie ohne Not geldpolitische Risiken eingeht“, sagt etwa Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank in Frankfurt.

Damit sei ein Drosseln des Anleihenaufkaufprogramms der Fed wohl erst ab April 2014 zu erwarten, so der Börsenexperte: „Aber selbst dann ist nur mit einer Verringerung der Liquiditätszufuhr in kleinen Trippelschritten zu rechnen. Grundsätzlich bleibt die Liquiditätsausstattung der Finanzmärkte auch bei einem Tapering mehr als üppig und als Treibstoff für die weltweiten Aktienmärkte erhalten.“ Nicht zuletzt habe die japanische Notenbank bereits eine weitere Dynamisierung ihrer Anleihenaufkäufe ab 2014 angekündigt. (mr)

Foto: Shutterstock

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