Union Investment: Großes Wachstum im institutionellen Geschäft

Union Investment, die Fondsgesellschaft der genossenschaftlichen Bankengruppe, meldet für das Jahr 2012 einen enormen Zuwachs im Geschäft mit Profi-Anlegern.

Union Investment Zentrale
Zentrale von Union Investment in Frankfurt am Main

Mit einem Nettoabsatz von 8,8 Milliarden Euro (2011: 2,1 Milliarden Euro) konnte Union Investment im institutionellen Geschäft deutlich zulegen. „Gemessen am Bestand sind wir in diesem Geschäftsfeld fest in der Spitzengruppe etabliert. Weltweit gehören wir zu den Top 50, in Europa zu den Top 20 und in Deutschland sind wir die Nummer Zwei“, betonte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment.

Institutionelle Investoren auf dem Vormarsch

Im Jahr 2012 konnten 41 neue institutionelle Kunden (2011: 23) mit einem Anlagevolumen von 2,3 Milliarden Euro gewonnen werden, davon 35 aus dem nicht-genossenschaftlichen Sektor. Gestiegen sei die Nachfrage aus dem Ausland, die für knapp ein Drittel des Nettoabsatzes im institutionellen Bereich verantwortlich gewesen sei. „Wir gewinnen zunehmend internationale Ausschreibungen und sind inzwischen auch in den europäischen Kernmärkten sowie in Asien vertreten“, sagte Reinke.

Die Schwerpunkte des Neugeschäfts waren Unternehmensanleihen, Dividendenstrategien, Anleihen aus den Emerging Markets und Immobilienfonds. Zu beobachten sei, dass viele Kunden wieder kontrolliert mehr Risiken eingehen würden, um ihre Erträge zu optimieren. Bemerkenswert sei zudem, dass trotz Euroschuldenkrise und historisch niedriger Zinsen im Jahr 2012 erneut alle Wertuntergrenzen in den wertgesicherten Portfolios gehalten werden konnten.

Wachstum bei nachhaltigen Lösungen

Neben dem steigenden Interesse an Infrastrukturfonds sei ein deutliches Wachstum bei nachhaltigen Lösungen zu verzeichnen. „Wir sind in Deutschland führend in diesem Bereich und haben zum Jahresende 5,8 Milliarden Euro in nachhaltigen Investments verwaltet. Ende 2011 waren es erst 4,5 Milliarden Euro“, erklärte Reinke.

Er sei davon überzeugt, dass nachhaltiges Investieren in den nächsten Jahren für viele Kunden von der Kür zur Pflicht werde. „Für bestimmte institutionelle Anleger sind nachhaltige Assets schon heute von großer Bedeutung, da sie zu ihrer geschäftspolitischen Ausrichtung passen. Für andere sind sie ein weiterer Baustein, um das Portfolio zu diversifizieren und so das Risikomanagement zu optimieren“, führte Reinke weiter aus.

Insgesamt konnte die Fondsgesellschaft in 2012 9,9 Milliarden Euro frisches Geld einsammeln. In 2011 hatte es noch einen Abfluss von netto 1,5 Milliarden Euro gegeben. Im vergangenen Jahr profitierten im Publikumsfondsbereich vor allem die Sparten Offene Immobilienfonds, in denen Privatkunden netto 1,8 Milliarden Euro investierten.

Regen Zuspruch fanden außerdem neu aufgelegte Garantiefonds mit einem Zufluss von 1,4 Milliarden Euro. Verstärkt nachgefragt wurden auch Fondssparpläne mit rund 180.000 neuen Abschlüssen im Jahr 2012. Insgesamt floss durch regelmäßige Zahlungen über Fondssparpläne eine Milliarde Euro zu. Als vierter Absatzgarant bewährte sich einmal mehr die UniProfiRente, die ebenfalls netto eine Milliarde Euro beisteuerte. (fm)

Foto: Union Investment

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