Anzeige
26. Februar 2013, 14:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kein Mehrwert durch Markttiming

Franklin Templeton räumt mit dem Mythos auf, dass es mit einem Markttiming-Ansatz gelingt, mehr Rendite zu erzielen, als mit einer langfristigen Anlage.

Peter-Stowasser FranklinTempelton-255x300 in Kein Mehrwert durch Markttiming

Peter Stowasser, Franklin Templeton

Theoretisch ist es kein Problem, mit Aktien und Aktienfonds Gewinne zu machen. Die Zauberformel lautet: Einfach billig kaufen und später (viel) teurer wieder verkaufen. Alles nur eine Frage des richtigen „Timings“, so der Fachbegriff. „In Wirklichkeit bekommt das so gut wie kein Privatanleger hin. Und falls doch einmal, dann nur mit einigem Glück“, sagt Peter Stowasser, Vertriebschef der Franklin Templeton Investment Services GmbH.

Dennoch versuchen Anleger immer wieder, die künftige Entwicklung der Aktienmärkte vorwegzunehmen und dadurch bessere Gewinne zu machen. Gutes „Timing“ wäre, in Erwartung künftig steigender Kurse früh zu kaufen und zu verkaufen, wenn es nach fallenden Kursen aussieht. Doch es bleibt meist ein Versuch, denn anders als etwa Fondsmanager hat der Privatanleger als Laie in der Regel zu wenige Informationen, um Märkte kurzfristig beurteilen zu können.

So sind wissenschaftliche Untersuchungen übereinstimmend zu dem Ergebnis gelangt, dass Investmententscheidungen auf Grundlage eines – wie sich herausstellte – nur vermeintlichen Markttimings weniger Rendite einbrachten als langfristig angelegte Investitionen. Die beiden US-amerikanischen Wissenschaftler Geoffrey C. Friesen und Travis R. A. Sapp analysierten in ihrer im Jahr 2007 veröffentlichten Studie die Anlageerfolge privater Fondsinvestoren, die in den Jahren 1994 bis 2004 versucht hatten, durch geschicktes Timing den US-amerikanischen Markt zu schlagen. Ergebnis: Die jährliche Wertentwicklung war rund 1,6 Prozent niedriger als bei ununterbrochenen Fondsinvestments in den genannten Jahren.

Weitaus sinnvoller als die ewige Suche nach dem richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt ist der langfristige Vermögensaufbau mit Aktienfonds-Sparplänen. Wer regelmäßig für einen gleich hohen Betrag Fondsanteile erwirbt, beispielsweise 50 Euro im Monat, kann die an den Aktienmärkten üblichen Kursausschläge nach oben und nach unten spürbar glätten. Das lässt sich finanzmathematisch nachweisen. Der Fachbegriff dafür lautet „Cost-Average-Effekt“.

Das Prinzip: Entsprechend höheren und niedrigeren Aktienkursen erwirbt der Anleger für eine stets gleich hohe Sparrate mehr oder auch weniger Fondsanteile. Auf Dauer erreicht er dadurch einen vergleichsweise günstigen durchschnittlichen Kaufpreis je Fondsanteil, was sich insbesondere bei langfristigen Sparplänen, die auf mehrere Jahrzehnte angelegt sind, positiv bemerkbar machen kann. Durch den Automatismus eines Sparplans erübrigt sich also die Frage nach dem richtigen Timing. „Wodurch letztlich dann auch falsche sowie bisweilen auch teure Anlageentscheidungen vermieden werden“, so Stowasser. (fm)

Foto: Franklin Templeton

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Altersvorsorge: Frauen vernachlässigen Rentenplanung

Bei vielen Deutschen wächst die Angst vor Altersarmut, besonders bei Frauen. Eine aktuelle Studie gibt diesen Sorgen Recht indem sie zeigt, dass sich nur gut die Hälfte der Frauen (57 Prozent) mit der Planung ihrer Rente beschäftigt oder diese abgeschlossen hat.

mehr ...

Immobilien

“In den USA fand noch keine Zinswende statt”

Die Notenbank der USA hat die ersten Zinsschritte bereits hinter sich, doch die Europäische Zentralbank (EZB) wird nicht nachziehen. Wenn es zu Verwerfungen am Immobilienmarkt kommt, wird auch die Fed ihre Politik wieder lockern.

mehr ...

Investmentfonds

Was Chinas Neusortierung tatsächlich bedeutet

Der 19. Parteikongresstag der Kommunistischen Partei Chinas im Oktober ändert politisch viel und ökonomisch – vorerst – nichts. Zu diesem Schluss kommt Witold Bahrke, Senior-Stratege bei Nordea Asset Management.

mehr ...

Berater

Banken: Diesen Instituten vertrauen die Kunden

Welche Banken genießen das höchste Kundenvertrauen? Dieser Frage ist das Kölner Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit dem Magazin “Wirtschaftswoche” nachgegangen. Im branchenübergreifenden Vertrauensranking liegen die Institute – bis auf die Privatbanken – im Mittelfeld.

mehr ...

Sachwertanlagen

Autark Invest: Vertrieb mit abgelaufenem Prospekt?

Die Finanzaufsicht BaFin weist auf ihrer Website darauf hin, das der Verkaufsprospekt der Autark Invest GmbH, Olpe, “ungültig” ist. Er hat sein gesetzliches Haltbarkeitsdatum überschritten.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...