Anzeige
1. November 2013, 10:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Morningstar: Große Unterschiede bei Fondsgebühren

Fondsgebühren unterscheiden sich europaweit deutlich. So lautet das zentrale Ergebnis einer Studie der Fondsratingagentur Morningstar. Auch wer in größere Fonds investiert, kann nach den Erkenntnissen der Analysten Geld sparen.

Morningstar

Die Gebühren von Fonds mit Sitz in Deutschland sind insgesamt auf mittlerem Niveau, Anleihenfonds im europäischen Kontext vergleichsweise günstig.

Studie: Laufende Kosten in Skandinavien am niedrigsten

Morningstar Dänemark hat die Studie durchgeführt und kommt zu dem Schluss, dass Fonds mit Sitz in Skandinavien generell günstiger als in anderen europäischen Ländern sind. Im Rahmen der Studie wurde analysiert, ob das Domizil eines Fonds Einfluss auf die laufenden Kosten für Investoren hat. Zudem wurde geprüft, wie Skaleneffekte von den Fondsanbietern an ihre Kunden weitergegeben werden.

Fonds mit Domizil in Luxemburg, in die mehr Geld investiert wird als in Fonds jedes anderen europäischen Landes, zählen hinsichtlich der laufenden Kosten zu den teuersten Produkten. In Deutschland domizilierte Fonds befinden sich anhand der Gebühren im Mittelfeld. Am höchsten waren die Lasten bei in Belgien domizilierten Fonds.

Die Kostenunterschiede machen sich laut Morningstar nicht nur für Privatanleger bemerkbar, auch für Investoren, die große Anteilsklassen zeichnen, oder Vermögensverwalter sind sie spürbar. Je nach Fondsdomizil variieren die durch große Fonds erzielten Skaleneffekte – sie werden aber keineswegs immer an die Investoren weitergegeben, heißt es.

Deutschland gehört zu den Fondsdomizilen, in denen Anleger von Skaleneffekten profitieren, sagt Nikolaj Holdt Mikkelsen, Chefanalyst für Morningstar Dänemark und Autor der Studie: „Nachdem im Zuge der neuen europäischen Fondsgesetzgebung die ‘ongoing charges’ als Standard für die Kosten eines Fonds eingeführt wurden, wollten wir mit dieser Studie der Frage nachgehen, ob das Fondsdomizil tatsächlich etwas über die Kosten der Fondsanlage aussagt.”

Anleger können laut Morningstar 20 Prozent sparen

„Tatsächlich macht es sehr wohl einen Unterschied, in welchem Land ein Fonds domiziliert ist. Die durchschnittlichen Kosten variieren deutlich von Land zu Land. Bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro und einem monatlichen Sparbetrag von 500 Euro über zehn Jahre können allein die laufenden Kosten zwischen dem günstigsten Land – Norwegen – und dem teuersten Land – Belgien – für den Investor einen Unterschied von gut 9.500 Euro ausmachen.”

Weitere Resultate im Details: Die Kosten für Investoren in Fonds mit Sitz in Norwegen lagen nur bei 0,72 Prozent. Im Schnitt belaufen sich die Kosten für einen europäischen Fonds auf 1,08 Prozent, während für Fonds aus Belgien 1,53 Prozent anfallen. Fonds mit Sitz in Deutschland erheben im Durchschnitt 1,18 Prozent.

Anleger eines europäischen Aktien- oder Mischfonds könnten laut Morningstar-Studie rund 20 Prozent sparen, wenn sie sich für Fonds einer großen Anteilsklasse oder einer großen Fondsgesellschaft entscheiden. Für einen Anleihe-Investor können die Ersparnisse sogar noch höher ausfallen. (mr)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Neuer Finanzvorstand: Jens Warkentin wechselt von Axa zu Talanx

Jens Warkentin, derzeit Chief Operating Officer bei der Axa Konzern AG in Deutschland, tritt vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats zum 1. Oktober 2018 in den Vorstand der Talanx Deutschland AG ein. Der 51-Jährige wird zum 31. März 2019 das Ressort von Barbara Riebeling übernehmen, die derzeit als Finanzvorstand und Arbeitsdirektorin der Talanx Deutschland AG tätig ist.

mehr ...

Immobilien

Diese Filialbanken bieten die besten Baufinanzierungskonditionen

Dank des Niedrigzinses sind die Finanzierungsbedingungen für den Immobilienkauf noch günstig, jedoch nicht bei allen Filialbanken. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat untersucht, welche Banken die besten Kreditkonditionen gewähren.

mehr ...

Investmentfonds

Argentinien: Probleme trotz IWF-Kredit

Der IWF-Kredit hat die argentinischen Märkte stabilisiert, aber die Probleme des Landes bleiben bestehen. Welche Herausforderungen die Wirtschaft in den nächsten Monaten überwinden muss und was das für Anleger bedeutet: Gastbeitrag von Rob Drijkoningen, Neuberger Berman

mehr ...

Berater

Sparkassen: Echtzeitüberweisungen in der Regel nicht kostenlos

Seit wenigen Tagen können Kunden bei zahlreichen Sparkassen ihre Überweisung in Echtzeit vornehmen – dies allerdings in der Regel nicht kostenlos. Die Kosten liegen zwischen null und zwölf Euro, wie eine Erhebung von Konto.org ergab. Das Fachportal hat die Preise für Echtzeitüberweisungen aller 385 Sparkassen online abgefragt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Head of Research and Strategy bei Thomas Lloyd

Die ThomasLloyd Group hat ihr Management-Team erweitert: Nick Parsons ist seit Juni am Hauptsitz in London als Head of Research and Strategy tätig und in dieser Rolle auch Chefvolkswirt der Investment- und Beratungsgesellschaft.

mehr ...

Recht

Erbbaurecht: Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Als “Eigentum auf Zeit” können diese gerade für junge Familien mit wenig Eigenkapital eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks darstellen. Die Hamburgische Notarkammer erklärt.

mehr ...