Fondsmanager bleiben EM-Bonds treu

Schwellenländer-Anleihen bleiben attraktiv. Das meint Michael Biggs vom Schweizer Asset Manager Gam: „Die makroökonomischen Rahmenbedingungen verheißen Gutes für die Zukunft von Anleihen aus Schwellenländern.“

Biggs arbeitet im Team von Paul McNamara, Fondsmanager des Gam Star Emerging Market Rates: „Die Renditen für Bundesanleihen und US-Staatsanleihen befinden sich auf historisch niedrigen Niveaus. Zugleich kompensiert das starke Wirtschaftswachstum in den USA Probleme anderswo auf der Welt.“ Zwar sei die Anlageklasse zuletzt aufgrund geopolitischer Sorgen und dem Abflauen des Wachstums in Europa recht volatil gewesen, doch seien die Aussichten für Emerging Market Bonds intakt.

Russland-Bonds mit Potenzial

Dies gelte grundsätzlich auch für Anleihen aus Russland, so Biggs: „Aus Sicht eines Investors ist es schwer vorstellbar, dass die Renditen russischer Anleihen längere Zeit bei 10 Prozent bleiben.“ Immerhin verfüge das Land durch seine hohen Einkünfte aus dem Export von Öl und Gas über eine starke Finanzbasis. „Der Markt preist offenbar eine weitere Verschärfung der Sanktionen ein“, erläutert Biggs.

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„Allerdings gab es zuletzt auch einige positivere Nachrichten.“ Sein Team hält sich deshalb derzeit mit Engagements in Russland zurück, will aber Short-Positionen schließen bzw. Long-Positionen aufbauen, sobald sich die Lage bessert. (mr)

Foto: Shutterstock

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