Anzeige
27. August 2014, 11:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Frankreich: Analysten befürchten Radikalisierung

Politikverdrossenheit in Frankreich kann radikalen Parteien Zulauf bescheren. Das meint Martin Harvey von Threadneedle Investments: “Dies würde Europa vor weitere Probleme stellen.“ Seine Lösung lautet Sparen.

Frankreich

Paris

Die Fondsgesellschaft sieht anlässlich der Regierungsumbildung aktuell kaum Auswirkungen auf dem Markt für französische Staatsanleihen: „Investoren scheinen das Risiko als Preis für den Renditeaufschlag gegenüber deutschen Staatspapieren dankbar in Kauf zu nehmen“, meint Anleihen-Experte Harvey. Und: „Allerdings sollten sie das Risiko im Auge behalten, dass die französischen Wähler sich angesichts der aktuellen Probleme und der fehlenden Lösungen aus der politischen Mitte dem extremen linken oder rechten politischen Flügel zuwenden könnten.”

Stagnation führt zu Spannungen

Die jüngsten Entwicklungen in Frankreich führten die politischen Spannungen vor Augen, die mit einer stagnierenden Wirtschaft einhergehen, so Harvey: “Denn die Minister versuchen, die Balance zwischen Wirtschaftswachstum und Budgetplanung zu finden. Die Haushaltskonsolidierung ist in Frankreich nicht so schnell vorangeschritten wie in anderen Staaten, und staatliche Ausgaben tragen weiterhin zum Wirtschaftswachstum bei. Insofern ist das Gezänk darum nichts weiter als ein Ablenkungsmanöver. Das tatsächliche Problem der französischen Wirtschaft ist ein chronisch fehlendes Wachstumspotenzial.”

Mögliche Maßnahmen gegen dieses Problem müssten nach Meinung des Fondsmanagers langfristig sein, dürften es aber wie eine Haushaltskonsolidierung schwer haben, Rückhalt in der Bevölkerung zu finden. (mr)

Foto: Shutterstock

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...