GAM setzt auf japanische Handelsunternehmen

Ein großes Kurspotenzial bei Japans Handelshäusern sieht Ben Williams, Fondsmanager des GAM Star Japan Equity. Diese seien deutlich günstiger zu haben als der übrige Aktienmarkt Nippons.

Verbesserte Fundamentaldaten treiben den Aufschwung am japanischen Aktienmarkt an – und die japanischen Handelshäuser dürften besonders davon profitieren.„Im globalen Vergleich ist Japan zurzeit einzigartig, denn die Märkte in Europa und den USA sind vor allem durch eine breite Neubewertung von Aktien beflügelt worden“, analysiert Williams. Während sich die Bewertungskennzahlen an den globalen Märkten in den letzten zwölf Monaten stark erhöht hätten, sei der Anstieg des japanischen Topix-Index zu 78 Prozent auf das Gewinnwachstum der Unternehmen zurückzuführen.

Fondsmanager sehen Anlagechancen

Einen besonders großen Nachholbedarf sieht der Experte derzeit noch bei den japanischen Handelshäusern, die zuletzt auch ihre Dividendenzahlungen  erhöht hätten: „Bei diesen Firmen liegen die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGVs) bei nur 6,5 bis 8 – im Vergleich zu 13,5 bis 14 im Aktienindex Topix.“

Die ursprüngliche Rolle der Handelshäuser sei die Beschaffung von Rohstoffen für die japanischen Unternehmen gewesen, doch heute betätigten sich viele Firmen als Konglomerate auf einer Vielzahl von Märkten, so der Fondsmanager: „Die Bedeutung des Rohstoffsektors für die Handelshäuser wird vom Markt stark überbewertet“, stellt Williams fest. So generiere etwa Itochu rund 75 Prozent seiner Gewinne aus anderen Geschäftsfeldern, und auch Sumitomo sei ähnlich aufgestellt.“

Zudem verfügten viele Handelshäuser über hohe Querbeteiligungen, von denen oft nur die Dividendenzahlungen in die Bilanzen einfließen würden. „Bezieht man diese Beteiligungen mit ein, beträgt beispielsweise das KGV der Mitsubishi Corporation nur fünf – mehr als genug um das Rohstoffpreisrisiko abzufedern“, rechnet Williams vor. (mr)

Foto: Shutterstock

 

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