Investec prognostiziert steigenden Goldpreis

Die südafrikanische Fondsgesellschaft Investec AM erwartet, dass Geldpolitik und geopolitische Konflikte den Bedarf an Gold und damit den Preis des Edelmetalls nach oben treiben.

Scott Winship, Co-Fondsmanager des Investec Global Gold Fund, glaubt: „Die Jahre, in denen die Investitionen in Gold stetig zurückgefahren wurden, scheinen vorüber zu sein. Steigt der Goldpreis, dürften dann auch die Unternehmen im Goldsektor davon profitieren.“ Während das Vermögen globaler Exchange Traded Funds (ETFs) die in Gold investieren, im letzten Jahr noch um 33 Prozent gesunken sei, betrug der Rückgang in diesem Jahr bislang nur noch 1,8 Prozent. Zugleich sei der Goldpreis bereits in der ersten Jahreshälfte um zehn Prozent gestiegen.

„Gold gegen Inflation“

„Neben saisonalen Effekten dürften die Geldpolitik der Notenbanken und die anhaltenden geopolitischen Konflikte dazu beitragen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Inflation.“, so Winship. Die ansteigende Inflation dürfte die Nachfrage nach Gold beflügeln, denn historisch habe sich Gold als exzellenter Inflationsschutz erwiesen.

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Der steigende Goldpreis dürfte auch die Aktien von Unternehmen aus dem Goldsektor beflügeln, hofft Winship: „Die Kurse in diesem Bereich sind 2014 doppelt so stark gestiegen wie der Goldpreis und haben, gemessen am Index Euro Money Gold Mines, in der ersten Jahreshälfte mehr als 22 Prozent zugelegt. Nach Jahren der Underperformance entwickeln sich diese Titel nun endlich stärker als der Goldpreis, da die Unternehmen ihre Geschäftsmodelle fundamental verbessert haben.“

Die Gesellschaften konzentrieren sich laut Winship darauf, freien Cashflow zu generieren. Dabei hätten auch die Forderungen der Anteilseigner nach besserer Kapitalallokation und Dividendenzahlungen geholfen, das Management zu disziplinieren: „Die Konzentration auf die Generierung freien Cashflows hat den Blick auf die aufgeblähten Kostenstrukturen gelenkt. Unrentable Bereiche – wie zum Beispiel überflüssige Bergbaubetriebe – sind drastisch reduziert worden. (mr)

Foto: Shutterstock

 

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