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21. Januar 2014, 08:00
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Investmentchancen am Rohstoffmarkt

Mit einem Verlust von 35,8 Prozent präsentierte sich Silber im Jahresverlauf 2013 als größter Verlierer unter den Edelmetallen. Auch der Goldpreis erhielt nach zwölfjähriger Hausse mit einem Verlust von 28,0 Prozent einen Dämpfer.

Gastbeitrag von Martin Siegel, Stabilitas

Goldpreis

Es ist nicht auszuschließen, dass das für 2014 von Goldman Sachs ausgegebene Kursziel für Gold von 1.050 USD/oz noch erreicht wird. Eine anschließende Hausse dürfte den Goldpreis auf weit über 2.000 USD/oz anheben.

Silber als Spielball der Anleger

Obwohl beim Silber die industrielle Nachfrage mit einem Anteil von 46 Prozent klar dominiert, bleibt Silber ein Spielball der Anleger mit einer extrem hohen Korrelation zur Goldpreisentwicklung.

Nach Angaben des Silver Institute beträgt der Anteil der Silbermünzen und Silbermedaillen nur 9 Prozent der Gesamtnachfrage. Dazu addiert sich ein Anteil von 16 Prozent, der von Investoren abgedeckt wird. Die übrige Nachfrage verteilt sich auf die Schmuckindustrie (18 Prozent), die früher dominierende Fotografie (6 Prozent) und Tafelsilber (5 Prozent).

Silber- mit Goldpreisentwicklung stark korreliert

Die Korrelation des Silberpreises mit der Goldpreisentwicklung ist tatsächlich enorm. So verzeichnet der Silberpreis ungeachtet aller Meldungen aus der Industrie über Nachfragesprünge beispielsweise für Batterien für Elektroautos oder RFID-Chips parallel zum Gold über einen Zeitraum von 12 Jahren ununterbrochen Kursgewinne, um dann im Jahresverlauf 2013 wiederum parallel zum Gold stark zurückzufallen.

Die Erklärung kann nur darin liegen, dass Silber wie Gold von den maßgeblichen Marktteilnehmern als Währung betrachtet werden. Die Analyse des industriellen Silbermarktes kann daher für eine Silberpreisprognose praktisch vollständig ignoriert werden, obwohl die industrielle Nachfrage den größten Anteil am Silbermarkt ausmacht.

Der Schlüssel für eine korrekte Silberpreisvorhersage liegt dagegen in der Analyse des Goldmarktes und hier speziell bei der Untersuchung von Gold als Währung.

Verkaufswellen am Goldmarkt

Am Goldmarkt konnten im Jahresverlauf mehrere Verkaufswellen beobachtet werden, die eindeutig nicht das Ziel hatten, für die zu verkaufende Goldmenge den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen.

Vielmehr wurden in engen Märkten, beispielsweise am 17. Mai vor dem Pfingstwochenende, große Goldmengen in den Markt gedrückt, um mit einer möglichst geringen Goldmenge den Goldpreis so stark wie möglich zu drücken.

Wenn der Silberpreis selbst in solchen Situationen dem Goldpreis folgt und Meldungen aus der Industrie oder der Schmuckproduktion bei der Preisfindung ignoriert werden, dann lässt dies nur die Schlussfolgerung zu, dass Silber wie Gold auch heute noch in erster Linie als Währung und nicht als Industriemetall betrachtet werden.

Seite zwei: Gold ist unterbewertet

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