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25. Juli 2014, 13:15
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Homöopathische US-Zinserhöhung in 2015?

Dr. Manfred Schlumberger managt den vermögensverwaltenden Fonds BHF Flexible Allocation FT. Er äußert sich zu den Perspektiven der unterschiedlichen Anlageregionen.

Manfred-Schlumberger-BHF-Trust in Homöopathische US-Zinserhöhung in 2015?

Manfred Schlumberger, BHF Trust

Der bisherige Jahresverlauf 2014 war geprägt von einem imposanten Wetterleuchten an den meisten internationalen Rentenmärkten – vorneweg Europa mit plus 5,8 Prozent im laufenden Jahr (JPM EMU 1-10). Dies überraschte die Kapitalmarktteilnehmer umso mehr, da das von der Fed im Mai 2013 ausgelöste Zinsgewitter die Wende am Rentenmarkt anzukündigen schien.

Zinserhöhung kein Beinbruch für die Aktienmärkte

Die Aktienmärkte in Europa konnten mit dieser Wertentwicklung nicht mithalten: Der Dax liegt aktuell bei plus zwei Prozent, der Stoxx 50 Europa bei plus vier Prozent. Die USA marschieren vorneweg (S&P plus 7,5 Prozent) und die Schwellenländeraktienmärkte konnten nach einer Aufholjagd im 2. Quartal nach langer Zeit wieder die Industrieländer erreichen.

Wie wird es weitergehen? Nachdem die US-Konjunktur das 1. Quartal winterbedingt mit fast minus drei Prozent vermasselte, deuten die aktuellen Zahlen auf solide annualisierte Wachstumsraten zwischen 2,5 und 3,5 Prozent für den restlichen Jahresverlauf hin.

Vor diesem Hintergrund scheint die Fed weiterhin fest entschlossen, QE 3 im Oktober zu beenden und möglicherweise im 2. Halbjahr 2015 mit homöopathischen Zinserhöhungsschritten zu beginnen. Sollte die US-Wirtschaft einen im Vergleich zur Vor-Finanzkrisen-Ära bescheidenen Wachstumspfad von 2,5 bis 3 Prozent aufrechterhalten können, wäre dies kein Beinbruch für die Aktienmärkte.

Wachstum in Europa schwächelt

In Europa dagegen knickt das sowieso schon blutleere Wachstum wieder leicht nach unten ab. Deutschland schwächelt, während die reformverweigernden „Sorgenkinder“ Frankreich und Italien kaum den Weg aus der Rezession finden. Gott sei Dank ist auf die EZB Verlass!

Sie wird ihre expansive Geldpolitik noch längere Zeit unvermindert fortsetzen, so dass die o.g. Problemländer auch weiterhin keine Wirtschaftsreformen durchführen müssen. Schließlich liegen die Zinsen für zehnjährige französische Staatsanleihen bei fast 1,5 Prozent. Dies ist das tiefste Zinsniveau seit Beginn der Aufzeichnungen in Frankreich im Jahr 1746.

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