19. März 2014, 10:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Metzler: Italien noch nicht gerettet

Italien wird von Investoren zurzeit optimistisch betrachtet: Aktien haben seit Jahresbeginn zweistellig zugelegt und Staatsanleihen bieten immer weniger Zinsen. Die Analysten vom Frankfurter Bankhaus Metzler zweifeln dennoch an einem dauerhaften Aufschwung.

Italien

Die italienische Börse verzeichnet mittlerweile ein Jahresplus von rund elf Prozent, der deutsche Dax dagegen ein Minus von 3,1 Prozent. Die Staatsanleiherenditen sind von 4,10 Prozent zum Jahresbeginn auf 3,36 Prozent gefallen.

Vorschusslorbeeren für neue Regierung

“Hauptsächlich darf sich wohl der neue Regierungschef Matteo Renzi den Sentimentschub auf seine Fahnen schreiben. Mit ihm wird die Erwartung weitreichender Reformen verbunden”, schreiben die Metzler-Experten in ihrem aktuellen Marktkommentar.

Sie weisen aber auch darauf hin, dass etwa die Ratingagentur Moody’s Italien schwächer als den Rest der Eurozone einschätzt: “So bemängelt die Agentur vor allem fehlende Reformen am Arbeitsmarkt. Strukturelle Probleme wie niedrige Produktivität, Wettbewerbsnachteile und hohe Steuerbelastungen würden neben der Rigidität des Arbeitsmarktes dafür sorgen, dass sich die Bonität Italiens auf absehbare Zeit nicht merklich verbessern werde.”

Und auch politisch droht nach Ansicht der Analysten Unruhe: “Anti-europäische Parteien gute Chancen, bei der Europawahl eine Mehrheit zu erreichen. Eine Euro-kritische Stimmung könnte auch Matteo Renzi und seine Reformvorhaben vor ernsthafte Probleme stellen. Die Performance Italiens ist zwar beeindruckend, sollte jedoch keinesweg überbewertet werden. Italien ist noch lange nicht über den Berg.” (mr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

„Wir sind keine Treppenterrier“

Cash. sprach mit Klaus Hermann, Versicherungskaufmann und Entertainer, über Herrenwitze, Selbstironie, Anglizismen, Unwörter und seine Liebe zur Versicherungsbranche.

mehr ...

Immobilien

Temporäres Wohnen: Wann sich das Konzept für wen lohnt

Das Angebot am Markt für temporäres Wohnen wächst. Die Konzepte bieten Nutzern kleine, möblierte Apartments, die sich durch Komfort und Zugänglichkeit auchzeichnen. Savills zeigt am Beispiel Berlin, dass die Apartments günstiger als Ein-Raum-Wohnungen sind, insofern die Wohndauer nicht mehr als drei Jahre beträgt. 

mehr ...

Investmentfonds

Aquila Capitals nachhaltige Investment-Strategie bestätigt

Aquila Capital hat seinen Status als führender Anbieter nachhaltiger Investmentlösungen in einer aktuellen Analyse von GRESB bestätigt. Die Ergebnisse unterstreichen die weit überdurchschnittliche Leistung im Vergleich zu Wettbewerbern und das Engagement des Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit und Transparenz für Anleger.

mehr ...

Berater

Das Bankenmonopol auf Kontodaten endet – doch die Kunden sind ahnungslos

„PSD2? Nie gehört!“ Trotz anderthalb Jahren Vorlaufzeit und einer breiten Medienberichterstattung sind die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 und ihre Auswirkungen bei vielen deutschen Verbrauchern überhaupt nicht präsent.

mehr ...

Sachwertanlagen

Vertriebsexperte Bernd Dellbrügge verstärkt Führungsteam der Real Exchange AG

Die Real Exchange AG (REAX), Spezialist für Anlagevermittlung und -beratung institutioneller Immobilienanlagen, hat Bernd Dellbrügge zum neuen Director Institutional Sales ernannt. Er berichtet direkt an den REAX-Vertriebsvorstand Heiko Böhnke.

mehr ...

Recht

Gehwegsanierung: Wer muss was bezahlen?

Schön, wenn die Gemeinde den Bürgersteig vor dem Haus neu teert oder pflastert. Gar nicht schön, wenn dann eine Rechnung im fünfstelligen Bereich ins Haus flattert. Müssen die Hausbesitzer bzw. die Anwohner die Kosten übernehmen? 

mehr ...