Deutsche Bank sieht Potenzial in Mosambik

Mosambik ist eine Wachstumsstory mit Potenzial. So lautet eine aktuelle Analyse aus der Research-Abteilung der Deutschen Bank.

Pagane Beach, Mosambik

 

Die Wachstumsprognose von acht Prozent jährlich für die nächsten fünf Jahre basiert auf dem Reichtum an Bodenschätzen, der Entwicklung der Infrastruktur nach dem 30-jährigen Bürgerkrieg und dem günstigen makroökonomischen Umfeld des Landes, heißt es von den Researchern.

Niedrige Arbeitskosten

„Das Land im südlichen Afrika hat jedoch ein sehr geringes Pro-Kopf-Einkommen (USD 655). Eine der größten Herausforderungen besteht jetzt darin, die großen Rohstoffvorkommen zu erschließen, insbesondere den Erdgassektor, sodass sie der Bevölkerung insgesamt zugutekommen und zu einem nachhaltigen Wachstum führen“, sagt Dr. Claire Schaffnit-Chatterjee, Deutsche Bank Research.

Die jüngere Historie des Landes: Nach der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1975 herrschte ein blutiger Bürgerkrieg. Seit Mitte der 1990er Jahre befindet sich das Land laut Schaffnit-Chatterjee auf einem robusten Wachstumspfad mit einem Bip-Wachstum von im Schnitt sieben Prozent in den letzten zehn Jahren und damit einer der höchsten Wachstumsraten der Welt: „Der Kohlebergbau, die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und die Entwicklung des Erdgassektors dürften in den nächsten fünf Jahren wichtige Wachstumstreiber sein. Finanzdienstleistungen und der Bausektor sind ebenfalls stark wachsende Sektoren.“

Die Regierung steht demnach vor der Herausforderung, die richtige Balance zwischen staatlichen Investitionen und fiskalischer Tragfähigkeit einerseits und den Erwartungen der Bevölkerung und dem Investoreninteresse andererseits zu finden. „Wenn es Mosambik gelingt, einen größeren Anteil seiner Rohstoffeinnahmen in Human- und Sachkapital zu investieren, ist die Zukunft des Landes vielversprechend, auch wenn der Fortschritt bezüglich der Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes, der Infrastruktur und der Effizienz der Regierung nur allmählich erfolgen dürfte“, so die Expertin. (mr)

Foto: Shutterstock

 

 

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