Staatliche Anleger suchen neue Renditequellen

Auf der Suche nach höheren Renditen haben staatliche Anleger wie Zentralbanken, Staatsfonds und staatliche Altersvorsorgeeinrichtungen den Blick auf neue Märkte und eine breitere Palette an Anlageprodukten gerichtet. Das ergab die aktuelle Studie „New Horizons for Official Institutions“ von State Street.

Auch die EZB ist auf der Suche nach Anlagen mit höheren Erträgen.

Für die Studie wurden 62 hochrangige Vertreter von Zentralbanken, Staatsfonds und staatlichen Altersvorsorgeeinrichtungen zu den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen befragt. In einem zunehmend volatilen und von regulatorischen Wandel geprägten Umfeld müssen staatliche Anleger eine höhere Bereitschaft zur Bewältigung möglicher Chancen und Risiken zeigen.

80 Prozent der Befragten sind, so State Street, bereit, in neue Märkte und – sofern dies das Anlagemandat zulässt – in alternative Anlagen wie Hedgefonds, Private Equity, Immobilien und Infrastruktur zu investieren, trotz etwaiger Bedenken hinsichtlich der Unwägbarkeiten neuer Märkte und alternativer Investments. Damit erhöht sich jedoch die Komplexität der Portfolios, was weitere Herausforderungen mit sich bringt.

Regulierung ist große Hürde

So stellt für 73 Prozent der Befragten die Anpassung an weltweit unterschiedliche Regulierungsmärkte eine Herausforderung dar, während über die Hälfte (51 Prozent) die exakte Verwaltung und Überwachung von Währungsrisiken als eine ihrer größten Herausforderungen bezeichnet.

Besonders in der Region Asien-Pazifik sehen 44 Prozent der Befragten die größte Schwierigkeit darin, die Risikoparameter der verschiedenen Anlageklassen im Blick zu behalten und 38 Prozent der Befragten betrachten ein höheres Zinsumfeld als Hürde. 37 Prozent sorgen sich um die Volatilität in den Schwellenländern.

Bedenken aufgrund höherer Transaktionskosten

Zudem fürchtet jeder Dritte (35 Prozent) höhere Transaktionskosten infolge des verstärkten aufsichtsrechtlich bedingten Reportings und den verschärften Sicherheitenanforderungen. Für 25 Prozent der Befragten stellt die Komplexität alternativer Investments per se eine Herausforderung dar

„Staatliche Anleger haben ganz unterschiedliche Möglichkeiten, was ihre Anlagestrategien und Anlageregionen betrifft, doch es ist ein eindeutiger Trend erkennbar, dass sich diejenigen mit einem flexibleren Anlagemandat auch verstärkt neuen Märkten und Anlageklassen mit besseren Renditechancen zuwenden“, sagt Joe Antonellis, Vice Chairman von State Street. „Die somit in stärkerem Maße diversifizierten Portfolios bergen neue Herausforderungen und staatliche Anleger benötigen die richtigen Teams und die richtigen Lösungen, um die komplexeren Strukturen verschiedener Anlageklassen zu meistern.“ (fm)

Foto: Shutterstock.com

 

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