Swiss & Global AM: Pharmasektor profitiert von Produktinnovationen

Der Gesundheitssektor steht am Anfang eines neuen Produktzyklus und ist deshalb für Anleger zur Zeit besonders attraktiv, meint die Fondsgesellschaft Swiss & Global Asset Management.

Nach Meinung von Swiss & Global AM ist der Gesundheitssektor noch genügend Raum für Kursgewinne.

„Unternehmen aus dem Healthcare-Sektor werden besonders von Produktinnovationen profitieren“, erwartet Christophe Eggmann, Co-Fondsmanager des JB Health Innovation Fund von Swiss & Global Asset Management. „Und derzeit sind die Pipelines der Firmen prall gefüllt.“

Sektor weiter günstig bewertet

Die Bewertungen von Aktien aus dem Gesundheitssektor seien in der Vergangenheit den Innovationszyklen gefolgt, die in der Branche etwa 20 Jahre dauern können. 1999, auf dem Höhepunkt des letzten Zyklus habe das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) in der Branche bei 35 gelegen, bevor es bis 2009 einen auf Tiefpunkt von knapp zehn gefallen sei. Nun liege es wieder bei etwa 17,5. Der Sektor sei damit weiter attraktiv bewertet, denn angesichts zahlreicher anstehender Produktinnovationen sieht Eggmann noch genügend Raum für Kursgewinne.

Der Sektor sei zudem weniger volatil als der Gesamtmarkt und biete sich deshalb zur Diversifikation an. Produktinnovationen sorgen für nachhaltige Profitabilität In keiner anderen Branche zahlten sich Innovationen für die Unternehmen so stark aus, argumentiert der Fondsmanager.

„Das Patentrecht schafft hohe Eintrittsbarrieren und gewährt innovationsstarken Unternehmen sichere Marktanteile und große Preissetzungsmacht“, erläutert Eggmann. Deshalb lohne es sich für die Branche, so viel Geld für Forschung auszugeben wie kein anderer Sektor. So machten Pharma- und Health-Care-Firmen in den USA allein 25,6 Prozent der gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung aus. Schon 2012 hätten die Patentanmeldungen in der Branche einen Rekordstand erreicht, und der Innovationszyklus sei noch immer in vollem Gange.

Innovationen beflügeln Aktienkurse

Wie sich Innovation für Anleger auszahlen kann, erläutert Eggmann anhand der Therapie von Hepatitis C. In den USA litten rund vier Millionen Menschen an der Krankheit, die oft unbemerkt bliebe. Herkömmliche Behandlungsmöglichkeiten seien unzulänglich, teilweise unwirksam und mit starken Nebenwirkungen verbunden. Neue Therapieansätze versprächen nun nicht nur erhöhte Wirksamkeit und verbesserte Verträglichkeit. Auch sei die Wirkstoffabgabe durch neue orale Einnahmemöglichkeiten nun besser in den Alltag zu integrieren und deshalb mit einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität der Patienten verbunden. Nicht zuletzt seien die neuen Therapieformen mit deutlich niedrigeren Kosten für das Gesundheitssystem verbunden.

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