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24. März 2015, 09:45
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Henderson: Gute Zeiten für europäische Hochzinsanleihen

Chris Bullock, Fondsmanager bei Henderson Global Investors, sieht Faktoren, die sich unterstützend auf europäische Hochzinsanleihen auswirken. Besonders wichtig ist dabei der Kaskadeneffekt, der daraus resultiert, dass Anleger auf der Suche nach attraktiver Rendite zunehmend in das untere Kreditspektrum ausweichen.

Chris-BullockHenderson750 in Henderson: Gute Zeiten für europäische Hochzinsanleihen

Chris Bullock, Henderson, sieht gute Chancen für Europas High Yields.

 

Europäische Hochzinspapiere sind stark in das neue Jahr gestartet. Allein in den ersten beiden Monaten des Jahres verbesserte sich der Bank of America Merrill Lynch European Currency High Yield Index um 3,1 Prozent bezogen auf den Euro. Dabei ist der Anstieg nahezu ausschließlich den engeren Spreads zu verdanken, ausgelöst durch die stärkere Nachfrage nach Bekanntgabe des quantitativen Lockerungsprogramms (Quantitative Easing, QE) der EZB.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld fördert High Yields

Dadurch werden immer mehr Anleger in die unteren Ratingkategorien gedrängt, wenn sie eine attraktivere Rendite erzielen wollen. Für bessere Stimmung gegenüber der Anlageklasse sorgt auch das gesamtwirtschaftliche Umfeld mit stabileren Rohölpreisen, starken Kursgewinnen an den Aktienmärkten und einer Zwischenlösung für Griechenland mit Verlängerung des Hilfsprogramms.

Denn anders als an den US-Hochzinsmärkten machen Emittenten aus der Energiebranche mit hohem Fremdkapitalanteil nur einen kleinen Teil des europäischen Universums aus. Bei den Gewinnen der High-Yield-Emittenten aus Europa dürften die niedrigeren Ölpreise und der schwächere Euro unterm Strich positiv zu Buche schlagen.

Hohe Nachfrage lässt Risikoappetit steigen

Das gleich zu Jahresbeginn hohe Neuemissionsvolumen reichte indes nicht aus, die deutlich gestiegene Nachfrage zu befriedigen. Dies geht aus Kapitalflussdaten deutlich hervor, die einen positiven Nettomittelzufluss belegen. Bei den neu an den Markt gebrachten Hochzinsanleihen dominieren bislang Papiere mit vergleichsweise höherem BB-Rating, die auf eine starke Nachfrage bei Anlegern treffen.

Inzwischen tummeln sich in diesem Segment zahlreiche Investment-Grade-Anleger auf der Jagd nach höheren Renditen. Auswirkungen hat die steigende Nachfrage auch auf die unteren Kreditsegmente. So weichen traditionelle High-Yield-Investoren zunehmend in B- und CCC-Kategorien aus, in denen attraktivere Renditen locken.

Hohe Nachfrage, kleines Angebot

Allerdings hält das Angebot derzeit mit der enormen Nachfrage nicht Schritt, was aus unserer Sicht in den nächsten Monaten zu einem erheblichen Engpass bei höher verzinsten Papieren führen könnte. (fm)

Foto: Henderson

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