La Financière de l’Echiquier: Aktien aus der Eurozone bevorzugt

In Schwellenländern ist nach wie vor Vorsicht geboten. Die Aktienmärkte haben sich in den letzten Jahren unterdurchschnittlich entwickelt, und die Bewertungen liegen deutlich unter dem Niveau der Industrieländer. Das KGV im MSCI Emerging liegt bei 12,4, im MSCI Developed Markets hingegen bei 16,9. Trotzdem bleibt das Marktumfeld weiterhin unsicher, eine Erholung zeichnet sich nicht ab. Anlass zur Hoffnung gibt nur eine Entwicklung: Die beschwichtigenden Aussagen der chinesischen Regierung vertreiben die Sorgen vor einer sog. harten Landung der dortigen Wirtschaft und zeigen den Willen, das Wachstum des Landes bei über 6,5 Prozent zu halten. Sollten sich die Nachrichten aus China verbessern, wäre dies ein sehr positives Signal für den weltweiten Zyklus und die großen europäischen Exportwerte würden als Erste davon profitieren.

Übergewichtung europäischer Aktien

Vor diesem Hintergrund empfehlen wir eine Übergewichtung europäischer Aktien. Dabei bevorzugen wir Werte aus der Eurozone, die von einem besonders günstigen Umfeld profitieren. Unser US-Exposure, durch das wir bisher von dem steigenden Dollar profitiert haben, behalten wir zwar bei. Allerdings werden wir unsere Positionen voraussichtlich im Laufe des Jahres nach und nach reduzieren. Im Bereich festverzinslicher Wertpapiere bleiben wir Staatsanleihen gegenüber nach wie vor sehr vorsichtig, zumal wir von einer Zinserhöhung der Fed ausgehen. Einige Anleihen aus Peripherieländern sehen wir hingegen positiv. Bei Unternehmensanleihen konzentrieren wir uns auf hochverzinsliche europäische Papiere sowie Unternehmen mit niedrigen Schuldenständen.

Foto: La Financière de l’Echiquier

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