Anzeige
4. September 2015, 12:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Nordea: Norwegen kämpft mit Ölpreisverfall

Die Weltwirtschaft erholt sich, allerdings langsamer als erwartet, berücksichtigt man die weltweit extrem lockere Geldpolitik und die Halbierung des Ölpreises seit Sommer vergangenen Jahres, meint Asset Manager Nordea.

Lplattform-Norwegen in Nordea: Norwegen kämpft mit Ölpreisverfall

Niedriger Ölpreis belastet Norwegens Wirtschaft

Das weltweite Wirtschaftswachstum setzt sich nur mit moderater Geschwindigkeit fort: Für dieses Jahr rechnet Nordea mit einer Zunahme des globalen Bruttoinlandsproduktes um 3,1 Prozent und mit einen weiteren Anstieg um 3,5 Prozent 2016. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirken sich auch auf die Wachstumsaussichten der nordischen Volkswirtschaften aus.

Gemischtes Bild für Skandinavien

Die Volkswirtschaften der nordischen Länder Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen, die stark vom Welthandel abhängig sind, präsentieren sich mit einem gemischten Bild. “Schwedens Wirtschaft hat klar die Führungsrolle übernommen, mit hohem Wachstum und steigender Beschäftigung. Dänemark ist der Übergang in eine stabile Erholungsphase gelungen, wenn auch mit etwas geringerem Wachstumstempo”, sagt Helge J. Pedersen, Chefvolkswirt von Nordea.

“Norwegens Wirtschaft steht aufgrund des Ölpreisverfalls nicht mehr voll unter Dampf, während Finnland durch geringere Binnennachfrage und die Schwäche der russischen Wirtschaft hinter die anderen nordischen Länder zurückfällt”, so Pedersen weiter.

Herausfordernder Kurs

Alles in allem müssten die nordischen Volkswirtschaften einen herausfordernden Kurs bewältigen. Insgesamt erwartet Nordea für die nordische Region Europas ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent in diesem Jahr, das sich im kommenden Jahr auf 1,9 Prozent beschleunigen sollte. Vor allem Schweden entwickelt sich gut, aber auch Dänemarks Wirtschaft ist mittlerweile in deutlich besserer Verfassung als noch vor wenigen Jahren.

“Der starke Ölpreisverfall bedeutet jedoch, dass vor Norwegen einige wirtschaftlich schwächere Jahre liegen”, so Pedersen weiter. “Und auch für Finnland sehen wir derzeit keine Anzeichen einer kräftigen Erholung der Wirtschaft.”

Schweden vor Schwächephase

Schwedens Wirtschaft konnte in den vergangenen Jahren aufgrund der kräftigen Inlandsnachfrage um gut 2,5 Prozent wachsen. Vieles spricht dafür, dass das schwedische Bruttoinlandsprodukt sowohl 2015 als auch 2016 um drei Prozent ansteigen wird. Auf längere Sicht dürfte sich das Wachstum etwas abschwächen, da sich auch die Rahmenbedingungen für weitere wirtschaftliche Expansion verändern. Private und staatliche Nachfrage sowie Investitionen sind die wichtigsten Wachstumstreiber in Schweden.

“Nachlassende Dynamik im Ölsektor”

In Norwegen wirkt sich der Ölpreisverfall auf die wichtigsten inländischen Wirtschaftsindikatoren aus. “Wir erwarten, dass die Dynamik in der Öl-Service-Industrie in den kommenden Jahren weiter abnimmt”, sagt Pedersen. Das dürfte sich auch in den Wachstumsraten der kommenden Jahre niederschlagen: In den nächsten Jahren rechnet Nordea mit einem Wachstum der norwegischen Binnenwirtschaft von rund 1,5 Prozent. Die wirtschaftliche Aktivität Dänemarks verbessert sich allmählich und schafft so die Basis für eine selbsttragende wirtschaftliche Erholung. Vor diesem Hintergrund geht Nordea von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent in diesem und von 2,0 Prozent im kommenden Jahr aus. Ein Anstieg der Beschäftigung und höhere Immobilienpreise sorgen zudem für ordentliches Wachstum des privaten Konsums.

In Finnland bleiben die Erwartungen für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts sehr vorsichtig. Es zeichnet sich keine starke Erholung der Exporte ab, weil Finnland vor allem Zwischenprodukte und Investitionsgüter herstellt, während der aktuelle weltweite Aufschwung vor allem von der Konsumgüternachfrage getragen wird. (fm)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds


Ab dem 22. Juni im Handel erhältlich.

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Versicherungen

Deutsche Bevölkerung wird noch bis 2043 älter

Nach einer neuen statistischen Analyse wird die deutsche Bevölkerung bis zum Jahr 2043 älter und dann wieder jünger. Das sogenannte Medianalter, das die Bevölkerung in eine jüngere und eine ältere Hälfte teilt, liegt den Berechnungen zufolge 2043 bei 46,5 Jahren.

mehr ...

Immobilien

Immobilienmakler: Vorerst kein Sachkundenachweis

Einen Tag vor der Bundestags-Abstimmung wurde der Gesetzentwurf zum verpflichtenden Sachkundenachweis für Immobilienmakler gestrichen. Linke und Grüne lehnten den Kompromiss der Koalition ab und bezeichneten ihn als dürftig.

mehr ...
22.06.2017

Boom ohne Blase?

Investmentfonds

US-Aktien: Stabil trotz Chaos

US-Aktien sind trotz der politischen Unsicherheit unter Donald Trump weniger volatil als europäische Aktien. Und obwohl die Kurse bereits gestiegen und die Bewertungen relativ hoch sind, sehen US-Fondsmanager noch Chancen an den US-Börsen.

mehr ...

Berater

Endspurt beim Jungmakler-Award

Noch bis zum 30. Juni läuft die Bewerbungsphase für den 7. Jungmakler-Award. Versicherungsmakler, Finanzvermittler und Immobilienfinanzierer unter 39 Jahren, die in den letzten fünf Jahren erstmals ein Unternehmen gegründet, erworben oder übernommen haben, sind aufgerufen, ihre Geschäftsmodelle zu präsentieren.

mehr ...

Sachwertanlagen

TSO-DNL Fund IV verkauft weiteres Objekt in Atlanta

TSO Europe Funds, Inc. meldet für die von ihr betreute Vermögensanlage TSO-DNL Fund IV, LP den Verkauf einer Büroimmobilie in Atlanta/USA für 35,3 Millionen Euro. Der Wert des Objektes hat sich damit fast verdoppelt.

mehr ...

Recht

BU-Anzeigeverletzung: Die Grenzen der Offenbarungspflicht

“Die weitgefasste Pflicht zur Offenbarung von Gesundheitsbeeinträchtigungen findet ihre Grenze bei Erkrankungen, die offenkundig belanglos sind”, schreibt das OLG Dresden in einem Urteil, bei dem ein Versicherer wegen Anzeigeverletzung von einem BU-Vertrag zurücktreten wollte.

mehr ...