Saxo Bank: „Unheimliche Ruhe am Rohstoffmarkt“

Der breite Rohstoffsektor tritt weiterhin auf der Stelle. „Wenn wir uns jedoch die einzelnen Rohstoffsektoren anschauen, sind einige große Ausschläge zu erkennen“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Die Preise für Agrarrohstoffe sinken.

In der vergangenen Woche haben Gewinne bei Edelmetallen die Verluste bei Industriemetallen und Agrarrohstoffen nicht ganz auffangen konnten. Der Index der Londoner Metallbörse (LMEX), der die fünf wichtigsten Industriemetalle abbildet, ist vergangene Woche auf ein Sechs-Jahres-Tief gesunken. Hansen: „Ein Grund dafür sind die jüngsten Versuche der chinesischen Regierung die heimische Wirtschaft anzukurbeln, die bislang jedoch nur zu einer Blasenbildung am Aktienmarkt geführt haben.“

Goldpreis profitiert von verschobener Zinswende

Der Goldpreis ist in der vergangenen Woche wieder an die Marke von 1.200 US-Dollar pro Feinunze herangeklettert. Das Federal Open Market Committee-Meeting in der vergangenen Woche habe die Erwartungen an das Tempo einer US-Zinsanhebung gezügelt und den Goldpreis unterstützt. „Dennoch bedarf es nach wie vor eines klaren Impulses, um das gelbe Metall aus der eingefahrenen Handelsspanne ausbrechen zu lassen“, so Hansen.

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Auch für den Energiesektor war es eine ruhige Woche. Der Rohstoffexperte sagt: „Seit mehreren Wochen schon herrscht eine unheimliche Ruhe an den Ölmärkten. Beide Ölsorten WTI und Brent bewegen sich innerhalb einer sehr engen Handelsspanne.“ Zwar steige die globale Nachfrage, aber mit ihr auch das Angebot aufgrund der Rekordproduktion der Opec-Mitglieder. Sollten die Atom-Verhandlungen mit dem Iran positiv verlaufen, könnte eine Exportsteigerung des Irans die Märkte mit weiterem Öl fluten. „Somit bleibt das Aufwärtspotential bei der Sorte WTI und insbesondere bei Brent weiterhin beschränkt“, schlussfolgert Hansen. (mr)

Foto: Shutterstock

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