3. Juli 2015, 10:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Leistungen der Asset Manager vergleichbar machen”

Die Umsetzung erfolgte durch die drei Firmen Finance Base, MMD und VWD. Wie ist die Aufgabenverteilung geregelt?

Alle drei Firmen konzentrieren sich bei Asset Standard weiterhin auf ihre eigenen Stärken und bringen diese in die neue Kooperation ein. MMD ist zuständig für die Generierung, die Kategorisierung und die Pflege der Daten sowie die quantitative Analyse. VWD liefert den Zugang und die Infrastruktur für die Verarbeitung im Bereich der individuellen und Fonds-Vermögensverwaltungen sowie der standardisierten Aggregation der Asset-Allokation auf Einzeltitelbasis. Finance base stellt die Fundamental- und Stammdaten bereit, betreibt zusammen mit MMD das Portal auf assetstandard.com und erbringt die Leistungen für die Fondsanbieter. Der Schulterschluss dieser drei Partner bildet das Fundament für Transparenz und Qualität als wichtigstes Kriterium für das Wachstum vermögensverwaltender Produkte.

Wie soll eine standardisierte Bewertung der heterogenen Produkte erreicht werden?

So heterogen sind die Produkte bei genauerer Betrachtung nicht. Eine Fondsvermögensverwaltung ist einem Dachfonds sehr ähnlich und eine individuelle Vermögensverwaltung ist durchaus mit einem VV-Fonds vergleichbar. Sie unterscheiden sich letztendlich nur durch die Hülle mit verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen und – bislang noch – in der Transparenz. Uns geht es darum, die Inhalte, sprich die Leistungen der Asset Manager vergleichbar zu machen – das ist, glaube ich, eher die Herausforderung! Dabei kommt es, wie gesagt, insbesondere auf eine produktübergreifende, saubere Kategorisierung und Segmentierung, zum Beispiel der Anlageklassen, der Branchen oder Bonitäten an. Ferner geht es auch um einheitliche Berechnungsmethoden für die Kennzahlenanalyse. Beispielsweise sollten die Sharpe Ratios einheitlich mit demselben risikolosen Zins berechnet werden oder auch die verschiedensten Kostenbelastungen dergestalt eingearbeitet werden, dass Renditen, Volatilitäten und andere Kennzahlen wirklich vergleichbar sind. Über kurz oder lang muss auch in den Produktkategorien der individuellen und Fondsvermögensverwaltungen ein einheitlicher Standard für Daten und Transparenz, analog zu den Fonds, generiert werden. Transparenz ist unseres Erachtens ein Qualitätsmerkmal, und wer nichts zu verbergen hat, sollte kein Problem haben, die hierfür benötigten vorhandenen Informationen zu liefern.

Interview: Frank O. Milewski

Foto: MMD

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Assekuranz: Dunkle Wolken am Stimmungshimmel

Die Versicherungsbranche muss sich in den kommenden Jahren mit einer Vielzahl neuer und alter Herausforderungen auseinandersetzen. Welche das sind, und wie sich die aktuelle Stimmungslage der Branche gestaltet, hat eine aktuelle Befragung des Insight-Panels untersucht.

mehr ...

Immobilien

Umweltbewusste Hausbesitzer vertrauen auf Smart Home

Solarplatten auf dem Dach gehören mittlerweile für viele Hauseigentümer zum A und O – die Anzahl der Solaranlagen in Deutschland ist seit 2015 um satte 15 Prozent gestiegen. Warum die Nutzung einer Photovoltaikanlage immer beliebter wird und was sie in Sachen Energiekosten bringt.

mehr ...

Investmentfonds

ETFs: Die Fallen der Anlageklasse

Die Nachfrage nach den Exchange Traded Funds, kurz ETF, auf dem Aktienmarkt ist enorm. Sie werden als besonders flexibel, ständig handelbar und mit niedrigen Kosten beworben. Doch trügt hier der Schein? Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG hat sich eingehend mit der Thematik befasst und vier Fallen zusammengetragen, in die ETF- Anleger besser nicht tappen sollten.

mehr ...

Berater

Deutsche Finance bündelt Haftungsdach und 34f-Vertrieb

Der Asset Manager Deutsche Finance Group führt die bestehenden Vertriebs-Tochtergesellschaften Deutsche Finance Consulting und Deutsche Finance Advisors unter der Deutsche Finance Solution als Kompetenzplattform zusammen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Negativzins-Kredite purzeln: Rekordzahl erreicht

Das Kreditportal Smava war seit 2017 der erste Anbieter Deutschlands, der einen negativen Zinssatz für Ratenkredite anbot, mittlerweile führen sie Negativzins- Kredite mit Zinssätzen mit bis zu minus fünf Prozent an. Doch jetzt weiteten sie diesen erneut um das Doppelte aus. Erstmalig in Deutschland können Kreditnehmer nun einen Jahreszinssatz von minus zehn Prozent einfordern.

mehr ...

Recht

Was den Deutschen Recht ist – und was nicht

Gerichtsverfahren in Deutschland dauern viel zu lange – zu diesem Urteil kommen 88 Prozent der Bundesbürger sowie 75 Prozent der Richter und Staatsanwälte. Das geht aus dem “Roland Rechtsreport 2019” hervor, für den das Institut für Demoskopie Allensbach über 1.200 Bürger und 1.000 Richter und Staatsanwälte befragt hat. 

mehr ...