VÖB-Experten: Hausse am deutschen Aktienmarkt könnte an Fahrt verlieren

Die Hausse am deutschen Aktienmarkt könnte nach Einschätzung der Experten des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) an Fahrt verlieren.

Bulle und Bär vor der Deutschen Börse in Frankfurt.

Nach der Kursrally der vergangenen Monate könnten Anleger auf Gewinnmitnahmen setzen, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Aktien seien mittlerweile so hoch bewertet, dass sich die Kurse teilweise von der Ertragslage der Unternehmen zu entkoppeln drohten. Daher halten die Experten Korrekturen – also vorübergehende Rückschläge – für möglich.

Stabilisierende Faktoren

Allerdings sehen die Experten stabilisierende Faktoren. So dürften anstehende Dividendenzahlungen auch wieder in den Aktienmarkt fließen. Zudem sprächen die Dividendenrenditen weiter für Aktien. Hinzu komme das anhaltend niedrige Zinsniveau und die reichlich vorhandene Liquidität. So pumpt die Europäische Zentralbank (EZB) über Staatsanleihen-Käufe monatlich 60 Milliarden Euro in die Märkte, wovon ein großer Teil mangels renditeträchtiger Alternativen in Aktien investiert wird.

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Vor diesem Hintergrund erwarten die Aktienstrategen der einzelnen Banken für den deutschen Leitindex in den kommenden Monaten mehrheitlich moderate Kursanstiege. Nur die Landesbank Helaba prognostiziert auf Sicht von drei, sechs und zwölf Monaten Dax-Stände unter dem aktuellen Kursniveau von etwa 11 900 Punkten. Die DekaBank rechnet mit einem zwischenzeitlichen Rücksetzer, bleibt aber grundsätzlich optimistisch.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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