Anzeige
20. Juli 2016, 10:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Allianz GI: EZB wird Handlungsbereitschaft signalisieren

Franck Dixmier, Globaler Anleihechef von Allianz GI, kommentiert die Handlungsmöglichkeiten der Europäischen Zentralbank (EZB) auf ihrer morgigen Sitzung.

Allianz-Dixmier in Allianz GI: EZB wird Handlungsbereitschaft signalisieren

Franck Dixmier von Allianz Global Investors sieht durch die Übernahme eine geschlossene Lücke im Angeot.

Die EZB wird die Märkte davon überzeugen wollen, dass sie notfalls weiter effektiv agieren kann. Wir blicken auf einen bewegten Monat zurück. Es gilt allerdings im Kopf zu behalten, dass bis zum Vollzug des EU-Austritts Großbritanniens noch einige Jahre ins Land gehen werden. Aus heutiger Sicht sind daher die makroökonomischen Auswirkungen dieser Entscheidung auf das Wachstum der Eurozone noch nicht absehbar. Zwar dürfte das mittelfristige Inflationsziel der EZB von zwei Prozent in diesem Umfeld schwieriger zu erreichen sein, allerdings erscheint es müßig, zum jetzigen Zeitpunkt darüber zu räsonieren.

Kurzfristig keine weiteren Maßnahmen der EZB erwartet…

Zudem haben wir in den letzten Tagen wieder einen Rückgang der Volatilität, eine leichte Erholung am Aktienmarkt, einen Anstieg der langfristigen Anleiherenditen sowie wachsenden Risikoappetit der Anleger gesehen. Letztlich sind dies aus EZB-Sicht gute Nachrichten. Vor diesem Hintergrund erwarten die Märkte aktuell keine weiteren Maßnahmen der EZB.

…mittelfristig aber weitere Schritte vorstellbar

Gleichwohl wird EZB-Präsident Mario Draghi die Märkte davon überzeugen wollen, dass die EZB noch über genügend Pfeile im Köcher verfügt, um notfalls erneut geldpolitisch handeln zu können. Auch wenn die Leitzinsen etwa in der Schweiz noch niedriger sind als in der Eurozone und die US-Notenbank weitaus mehr an quantitativen Lockerungsschritten unternommen hat, sieht sich die EZB wiederholt Fragen ausgesetzt, ob sie noch über weitere Munition verfügt. Wir erwarten zwar kurzfristig keine erneuten Maßnahmen, können uns mittelfristig aber weitere Schritte vorstellen. Möglich ist etwa eine Ausweitung des Laufzeitenspektrums im Rahmen des Quantitative Easing (QE) Programms  oder eine Änderung bei den internen Regeln im Zusammenhang mit der Implementierung des Anleihekaufprogramms.

Darüber hinaus dürfte Mario Draghi mit Fragen hinsichtlich der Stabilität des italienischen Bankensystems konfrontiert werden, wodurch die Funktionsfähigkeit des geldpolitischen Transmissionsmechanismus gefährdet werden kann. Vor der Veröffentlichung der Ergebnisse des Banken-Stresstest rechnen wir aber nicht mit detaillierten Aussagen des EZB-Präsidenten zu diesem Thema.

Foto: Allianz GI

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...